Inline-Thermografie

Kontinuierliche Überwachung im Extrusionsprozess

Die Qualität kontinuierlich direkt im Prozess und möglichst in Echtzeit zu erfassen, ist bei allen Prozessen der Kunststoffverarbeitung von großer Bedeutung. Hierzu eignet sich beispielsweise die zerstörungsfreie Inline-Überwachung mit Hilfe der Thermografie.

Mithilfe von Wärmebildkameras soll eine hundertprozentige Überwachung der Profilextrusion in Echtzeit möglich werden. © FSKZ e. V.

Sie ist aktuell unter anderem in den Bereichen Spritzgießen sowie Schweißen von Kunststoffbauteilen im Einsatz. Bei diesen Prozessen soll sie die lückenlose, schnelle Qualitätsüberwachung gewährleisten.

Ziel eines aktuellen Forschungsvorhabens am SKZ ist es, mithilfe von Wärmebildkameras eine hundertprozentige Überwachung bei der Extrusion in Echtzeit zu ermöglichen. Auf Basis der Thermografie-Technik soll ein kostengünstiges Prüf- und Messsystem zur Prüfung extrudierter Kunststoffprofile entwickelt werden. Anhand von Temperaturunterschieden im Bauteil während des Extrusionsprozesses könnten Rückschlüsse auf mögliche Fehlstellen und Qualitätsunterschiede gezogen werden. Deshalb sollen die Möglichkeiten und Grenzen dieser Technik für die Profilextrusion evaluiert werden.

Während des Abkühlens kann die Restwärme der Profile für die thermografische Untersuchung genutzt werden. Dadurch lässt sich die Temperatur des Profils im Herstellungsprozess kontinuierlich und ortsaufgelöst überwachen. Zudem sollte es anhand der grafischen Darstellung der Temperatur möglich sein, Fehlstellen im Profil genau zu ermitteln, da sich diese auf die lokale Abkühlung des Bauteils auswirken. Die Thermogramme werden mit geeigneten Algorithmen direkt im Prozess ausgewertet, um eine Rückmeldung über die Qualität des Profils in Echtzeit zu erhalten.

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Das SKZ will mit diesem Forschungsvorhaben einen Beitrag zur zielgerichteten Weiterentwicklung der Thermografie in der Profilextrusion leisten. Interessierte Unternehmen können sich beim SKZ melden, um das Projekt zu begleiten und frühzeitig von den Ergebnissen zu profitieren. Das IGF-Vorhaben (19982 N) der Forschungsvereinigung Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrumwird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

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