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Jubiläum bei Leistritz

Präzise ExtrusionssteuerungHochdrucksensoren für extreme Temperaturen

Hohe Drücke bei der Kunststoffverarbeitung bis 400 Grad Celsius messen, in Zukunft eventuell bei noch höheren Temperaturen. (Bild: Fraunhofer IZM)

Eine exakte Druckkontrolle ist in vielen industriellen Prozessen erforderlich. Der SOI-Hochdrucksensor (Silicon-on-Insulator) des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM ermöglicht soll eine genaue Überwachung von Prozessen bei Temperaturen bis 400 Grad Celsius ermöglichen.

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Jubiläum bei Leistritz80 Jahre Extrusion aus Nürnberg

Vor 80 Jahren entstand in Nürnberg der Urahne des heutigen ZSE Maxx-Doppelschneckenextruders. „In unserer langen Firmengeschichte haben wir viele technische Highlights gehabt, die die Basis unseres heutigen Erfolgs sind“, sagt Anton Fürst, Geschäftsführer der Leistritz Extrusionstechnik.

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1937 entstand der erste Extruder auf Basis einer Schraubenspindelpumpe. (Bild: Lsitsritz)

„Den Weg vom Extruderbauer zum Systemlieferanten sind wir in den letzten Jahren konsequent mit sehr hoher maschinen- und verfahrenstechnischer Expertise gegangen.“ Heute beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 200 Mitarbeiter an ihrem Hauptsitz in Nürnberg, den Niederlassungen in China, Singapur und den USA sowie den Verkaufsbüros in Frankreich und Italien.

1937 entstanden die ersten Extruder aus einer Weiterentwicklung der Schraubenspindelpumpe, die Leistritz zum Fördern viskoser Medien baute. Während den 1950er Jahren wurden die Maschinen zur Leistritz Schneckenpresse entwickelt. Mit Erfindung der eineinhalb Schnecken wurden die Vorteile der Ein- und Doppelschnecken-Technologie kombiniert. In den 1960er Jahren wurde die Entwicklung weiter vorangetrieben, es entstand die Doppelschnecken-Presse. Ein Meilenstein in der Geschichte war in den 1970er Jahren der Typ LSM 30.34 (Leistritz Schneckenmaschine). Das einzigartige Merkmal dieses ersten Laborextruders war die Möglichkeit, vom Einschnecken- zum Doppelschneckenmodus zu wechseln.

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In den 1980er Jahren wurden zunehmend gleichläufige Doppelschneckenextruder der ZSE GL Serie verkauft. Über eine Diversifizierung der Maschinenreihe, Leistungssteigerungen und dem erstmaligen Einsatz von Heizpatronen für die gesamte Maschinenserie sowie den Einsatz wassergekühlter Drehstrommotoren waren die 1990er Jahre von beständiger Innovation geprägt, die teilweise zum Industriestandard wurden. Bei der K-Messe 2004 stellte Leistritz schließlich den ZSE Maxx Extruder vor, der großes Volumen mit hohem Drehmoment in einer Maschine kombiniert. Dadurch tat sich ein wesentlich größeres verfahrenstechnisches Fenster auf.

„Die ZSE Maxx Baureihe ist bis heute die einzige Doppelschneckenextruder-Serie, die ein durchgängig großes Volumen und hohes Drehmoment mit Schneckendurchmessern von 18 bis 260 mm aufweist“, erklärt Geschäftsführerkollege Sven Wolf. Für fast ein Jahrzehnt waren diese Features herausragend im Markt und bis heute zeigen sie sich als Optimum für die meisten Compoundier-Aufgaben. „Auf unsere verfahrens- und prozesstechnischen Errungenschaften sind wir stolz. Sei es im Bereich der Laborextrusion bis hin zur Großcompoundierung – unsere Kunden profitieren von einem umfassenden Leistungsspektrum.“

Ältester Leistritz Extruder gesucht

Im Rahmen der Jubiläumsaktion ist Leistritz auf der Suche nach dem ältesten, noch produzierenden Leistritz-Extruder. Wer sich bewerben will, sendet bis 30. März 2018 Fotos und eine kurze Beschreibung an extruder@leistritz.com.

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