Kunststoff-Recycling

PE-Recycler setzt auf automatischen Siebwechsler

Statt alle paar Minuten wechselt ein Recycling-Unternehmen die Filter im Schmelzestrom nun nur noch einmal täglich.

Siebwechsler auf Untergestell

Je nach Rahmenbedingungen kann die Filtration von Recyclingkunststoffen hohen Aufwand beim Wechsel der Filtersiebe verursachen. Laut Anlagenhersteller ist ein auf das Polyethylen-Recycling spezialisiertes Unternehmen von herkömmlichen Plattensiebwechslern auf ein automatisch selbstreinigendes System umgestiegen.

In zwei Recycling-Linien, die Polyethylen-Pellets für die Blasfolienproduktion von Müllbeuteln produzieren, wurden 300-Millimeter-Plattensiebwechsler durch 200 Millimeter große V-Typ-Siebwechsler von Nordson Kreyenborg ersetzt. Da sich diese Systeme automatisch selbst reinigen, müssen die Siebe nur noch einmal am Tag gewechselt werden – statt alle acht Minuten wie bei der alten Anlage.

Die automatische Reinigung wird angestoßen, wenn der Druckabfall am Siebwechsler aufgrund von Filtrationsrückständen einen vorgegebenen Wert übersteigt. Bei der folgenden Rückspülung komprimiert ein Verdrängerstößel einen Teil der bereits gefilterten Polymerschmelze und drückt sie in umgekehrter Richtung durch das Sieb, wobei die Rückstände aufgenommen und aus dem System entfernt werden. Der Siebwechsler entferne auch starke Verunreinigungen aus dem Filtrationselement unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Extrusionsdurchsatzes und Vermeidung von Stillstandzeiten.

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Der Schmelzestrom aus dem Extruder wird in vier Ströme zur Filtration in zwei Siebkavitätenpaaren aufgeteilt. Danach werden die Ströme ohne größere Änderung des Schmelzeflusses vereinigt. Jedes Siebkavitätenpaar befindet sich in einem Kolben, der die beiden Öffnungen entweder so positioniert, dass sie ihre jeweiligen Schmelzeströme filtern können, oder einen von ihnen aus dem Verfahren herausnimmt, um Verunreinigungsansammlungen durch Rückspülen zu entfernen. Im Normalbetrieb strömt das Polymer durch alle vier Kavitäten. Während eine der Kavitäten gewechselt wird, arbeiten die übrigen drei weiter.

Der Prozess für das Wechseln der Siebe wird eingeleitet, wenn eine vorab festgelegte Anzahl von Rückspülvorgängen erreicht ist. Dieser veranlasst, dass der Siebbolzen nach außen geschoben wird, sodass das Siebpaket entnommen und ein neues Filterelement eingesetzt werden kann. Drei Kavitäten verbleiben im Prozess, während in die vierte ein neues Siebpaket eingesetzt wird.

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