Kunststoffaufbereitung in großen Dimensionen

Schmelzefilter und Extruder der großen Dimension

Schmelzefilter in Kombination mit einem 93er konischen Doppelschnecken-Extruder mit gleichlaufenden Schnecken

Zur K gezeigt werden soll der nach Herstellerangaben der bislang größte kontinuierliche Schmelzefilter in Kombination mit einem 93er konischen Doppelschnecken-Extruder mit gleichlaufenden Schnecken.

Die Kombination aus konischem Zylinder und gleichdrehenden Schnecken bietet vor allem bei der Verarbeitung von Materialien mit geringer Schüttdichte und solchen, die sensibel auf Scherung reagieren, einige Vorteile. Ein Grund dafür ist die für MAS-Extruder charakteristische, große Beschickungsöffnung. Sie ermöglicht einen vergleichsweise sehr hohen Schneckenfüllgrad mit entsprechend hohem Durchsatz pro Schneckenumdrehung. Das ergibt einen hohen Ausstoß bei niedriger Scherbelastung. Entsprechend gut eigne sich dieser Extruder für scherempfindlichen Kunststoff in Form von Mahlgut und Granulat, vor allem PET- oder PLA-Flaschen-Mahlgut, aber auch PP- oder PE-Folienflakes bis 50 kg/m³ Schüttdichte. Eine vorherige Agglomeration zur Materialverdichtung kann laut Anlagenhersteller entfallen. Das System eigne sich nicht nur als Recycling-Maschine sondern auch zum gleichzeitigen Compoundieren durch Zugabe von Additiven und/oder Füllstoffen.

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In jedem Fall bewirkt das Gleichlaufprinzip der konischen Schnecken eine optimale Homogenisierung der Schmelze und schafft damit die Grundlage für beste mechanische Eigenschaften des Extrudats. Die, durch die Konizität, sehr kompakte Bauweise und der entsprechend kurze Materialweg durch den Plastifizierzylinder senke zusätzlich den Energieverbrauch bei der Verarbeitung.

Die konischen Gleichlauf-Doppelextruder sind aktuell in Größen von 45 bis 93 und für Nenndurchsätze von 200 bis 2000 kg/h verfügbar. In Kombination mit dem Messe-Exponat MAS 93 will das Unternehmen als Neuheit den nach eigenen Angaben größten, aktuell am Markt befindlichen, kontinuierlichen Schmelzefilter mit der Typenbezeichnung CDF 500-D präsentieren. Sie ist mit zwei parallelen 510 Millimeter Filtereinheiten konzipiert. Damit steht eine aktive Filterfläche von 3650 cm² zur Verfügung, die einen Materialnenndurchsatz von 1300 bis 2000 kg/h ermöglicht.

Das Funktionsprinzip entspricht dem der schon bekannten kleineren Baugrößen: Das patentierte Continuous-Disk-Filter-System (CDF) nutzt eine  im zulaufenden Schmelzestrom rotierende Filtrationsscheibe aus gehärtetem Stahl. Sie ist mit einem Raster aus Durchgangsbohrungen versehen. Je nach Verschmutzungsgrad, Eigenschaften der Schmelze und Qualitätsanforderungen können Partikel im Durchmesserbereich 130 bis 750 Mikrometer abgesondert werden. Sehr effektiv ist die Filterwirkung bei Verunreinigungen, wie Papier, Holz, Aluminium, Gummi, aber auch nicht geschmolzenen Fremd-Kunststoffen. Um die Durchgängigkeit des Scheibenfilters im Dauerbetrieb sicherzustellen, ist die rotierende Filterscheibe mit einer still stehenden, radial angeordneten, Schabereinheit kombiniert. Die abgehobenen Verunreinigungen leitet eine Austragsschnecke ab.

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