Messen und Prüfen in der Extrusion

Thema Messen auf der Messe

Doppelpremiere in Sachen Prüfen und Regeln in der Extrusion. Präzise Vermessungen von Rohren bis 2 500 Millimeter Durchmesser während der Extrusion und ein System zur Analyse diverser Materialien wie Flakes oder Folien sollen erstmals auf der K zu sehen sein.

An Rohren bis 2,5 Meter Durchmessern lassen sich Ovalität, Wanddicken und Sagging von Kunststoffrohren – und eben der Durchmesser inline prüfen. (Bild: Sikora)

Zwei Premieren hat Sikora für die K 2016 angekündigt: Für das präzise Vermessen großer Kunststoffrohre soll das Centerwave 6000 präsentiert werden. Zum anderen werden die Purity Concept Systems zur Inspektion und Analyse von Pellets, Flakes, Folien und Tapes vorgestellt. Mit diesen Modellneuheiten erweitert das Bremer Technologieunternehmen sein Portfolio für den Extrusions- und Kunststoffmarkt.

Das System zur Rohrvermessung basiert auf der Millimeterwellen-Technologie. Erfasst werden Innen- und Außendurchmesser, Ovalität, Wanddicken und das Sagging großer Kunststoffrohre mit Durchmessern zwischen 120 und 2 500 Millimeter während der Extrusion. Auch die Wanddicken mehrschichtiger Rohre werden mit höchster Präzision gemessen. Gemessen wird an mehreren Punkten des Rohrumfangs ohne den Einsatz von Koppelmedien und unabhängig von Material und Temperatur des Messobjekts. Eine Kalibrierung ist nicht erforderlich. Somit trage das Centerwave 6000 zu einer Reproduzierbarkeit der Prozesse bei und übernehme eine Schlüsselrolle für die Qualitätssicherung während der Produktion großer Kunststoffrohre.

Das Prüfen und Analysieren von Pellets, Flakes und Folien sowie Tapes soll die Qualität sicherstellen. (Bild: Sikora)

Auch die Purity Concepts Systems haben ihren ersten Auftritt auf der K 2016. Die modular konzipierten Geräte sind verfügbar für die On- und Offline-Inspektion und -Analyse von Pellets, Flakes und Folien sowie Tapes. Die Systeme basieren auf Röntgen-, Infrarot- oder optischen Technologien und eignet sich laut Hersteller für Anwendungen wie Online-Prozessüberwachung, für Materialanalysen oder zur Wareneingangsprüfung.

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Nur reines Material kommt durch
Ein weiteres Highlight ist der Purity Scanner zur Online-Inspektion und Sortierung von Kunststoffmaterial. Das System stelle sicher, dass ausschließlich reines Material in den nächsten Produktionsprozess einfließt. Es kombiniert Röntgentechnologie mit einem optischen Messsystem und detektiert Kontaminationen ab 50 Mikrometer auf der Oberfläche als auch innerhalb von Kunststoffpellets. Kontaminierte Pellets werden automatisch aussortiert.

Auch Knoten und Einschlüsse auf der Produktoberfläche lassen sich im Durchlauf detektieren. (Bild: Sikora)

Damit sei das System für Hersteller von Polymeren, für Compoundeure, für die weiterverarbeitende Industrie sowie Recycler in der Kunststoffindustrie geeignet, die ihren Kunden reines Kunststoffmaterial liefern und gleichzeitig ihre eigenen Prozesse optimieren möchten.

Wanddicken in drei Schichten vermessen
Im Rohr- und Schlauchbereich reicht das Produktspektrum von Geräten zur klassischen und High-End-Durchmessermessung bis zu Röntgenmesssystemen. Dank präziser Messung des Innen- und Außendurchmessers, der Wanddicke von bis zu drei Schichten, der Exzentrizität sowie der Ovalität von Produkten sichern diese Systeme die Qualität und sollen für Kosteneinsparung und Profitabilität während der Extrusion sorgen.

Weitere Highlights auf der Messe seien Geräte mit Doppelsensortechnologie zur Knotendetektion auf der Produktoberfläche. Daneben setzt Sikora mit dem Plast-Temp 6000, das berührungslos die Oberflächentemperatur von Kunststoffmaterial misst, und dem Ultratemp 6000 zur Temperaturmessung von PE-Schmelzen seine Entwicklungen zur Sicherstellung von einwandfreiem und reinem Kunststoffmaterial weiter fort.

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