Extruder

Neue Extruder von der Granulierung bis zum Labor

Internationale Kunden und ihre Extrusionsprozesse. Sowohl im PVC- wie auch im PO-Bereich verzeichnet Kraussmaffei Berstorff einen signifikanten Zuwachs im Auftragseingang für Granulieranlagen. Die erstmals zur K 2016 in den Markt eingeführte, überarbeitete Maschinenbaureihe mit 32 L/D Verfahrenslänge erfreut sich großer Nachfrage, wenn es um PVC-Granulierung geht.

Komplett-Anlage zur Granulierung von PVC-Rezepturen. (Bild: Kraussmaffei)

Tunisie Cables, einer der nach eigenen Angaben größten Kabelhersteller im afrikanischen Raum mit Sitz in Tunis, hat in eine weitere Extrusionsanlage investiert, die Ende 2017 in Betrieb gehen soll. Kern der von Kraussmaffei Berstorff gelieferten Anlage ist ein Extruder des Typs KMD 133-32/G-W. „Wir erwarten höchste Flexibilität im Produktionsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, betont Fakhreddine Bousnina, Einkaufsleiter bei Tunisie Cables. „Aus Weich-PVC Rezepturen granulieren wir unser Material für die unterschiedlichen Aufgaben in der Kabelherstellung, wie Isolierschicht, Ummantelung sowie auch Füllrezeptur“, erklärt Bousnina. Die parallelen Doppelschneckenextruder der 32D-Baureihe erfüllen demnach mit ihrem Schneckenkonzept diese Anforderungen an den flexiblen Einsatz.

Die Granuliermaschinen sind laut Hersteller konsequent auf höhere Ausstoßleistung zugeschnitten. Demnach punkten die 32D-Doppelschneckenextruder mit einer bis 20 Prozent höheren Ausstoßleistung für Hart- und Weich-PVC. Ein weiterer Vorteil des optimierten Schneckenkonzepts sei die Verarbeitung einer großen Bandbreite an Werkstoffen – auch hochgefüllter oder Recycling-Materialien. Zudem erfüllte ein ausgeklügeltes Granulierkopf-Konzept mit hohem Verschleißschutz alle Herausforderungen für die Verarbeitung empfindlicher und hoch-korrosiver Materialien wie C-PVC.

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Doppelschneckenextruder der 32D-Baureihe mit Granulierkopf. (Bild: Kraussmaffei)

Folgeauftrag aus Brasilien
Ein weiteres Mal investiert Fortlev, nach eigenen Angaben Brasiliens größter Produzent von Tank- und Zisternensystemen aus Kunststoff, in Granuliersysteme für MDPE. Mit dem aktuellen Auftrag über zwei Extusionsanlagen des Typs KME 150-36 B werde das Unternehmen mit Sitz in Espirito Santo in Kürze auf bereits insgesamt sieben 36D-Einschneckenextrudern Granulat herstellen, das anschließend mikronisiert und im Rotomolding-Verfahren zur Produktion von Wassertanks verwendet wird. Fortlev schätze neben der Leistungsfähigkeit der Extruder die Flexibilität und den stabilen Durchsatz. Die Ausstoßleistung der der neuen Anlage liege bei 1800 bis 2000 kg/h, die der KMD 125-36 B bei 1300–1500 kg/h. Außerdem umfasst das Auftragspaket eine komplette Linie zur PVC-Granulierung. Auf der Anlage werden – wie bereits auf zwei bestehenden Anlagen – Rezepturen für PVC-Projekte granuliert.

Laboranlage für Granulieranwendungen. (Bild: Kraussmaffei)

Laboranlagen für Rezepturentwicklung
Der kleine Doppelschneckenextruder KMD 35-26/L, Kern einer Laboranlage, komplettiert das Produktprogramm des Systemanbieters rund um die Granulierung. Klein und kompakt, jedoch mit einem leistungsstarken Getriebe und einer eigenen C6-Steuerung versehen, biete er Rohstoffproduzenten und größere Einsparungsmöglichkeiten: Rezepturen können in kleinen Mengen gemischt und optimiert werden, bevor große Materialmengen auf einer Produktionsmaschine eingesetzt werden. In Produktionsbetrieben werden Laborextruder häufig auch zur Qualitätsprüfung von Rohstoffen und Rezepturen eingesetzt.

Fakuma 2017, Halle A7, Stand 7303

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