Neue Systeme für die Extrusion

Extruder und Filter können mehr

Die Technologie zur Verarbeitung von PET–Regenerat mit dem MRS-Extruder als Kernelement hat sich laut Hersteller seit der letzten K etabliert. Zur K 2013 soll eine komplette Extrusionslinie ausgestellt werden.

Rund 40 dieser Spezialextruder wurden laut Hersteller Gneuß in Europa, Asien, Nord- und Südamerika für Folien-, Faser- und Recyclinganwendungen verkauft. Die hohe Entgasungs- und Dekontaminationsleistung dieser Technologie überzeuge immer mehr Anwender. Dank der patentierten Kombination von Einschneckenextruder und Mehrwellenkonzept sei der Extruder extrem robust und gleichzeitig bedien- und wartungsfreundlich.

Alle Baugrößen, angefangen vom MRS 35 für 35 kg/h Durchsatz bis zum MRS 200 für 2000 kg/h Durchsatz seien inzwischen gebaut und in verschiedenen Anwendungen im Einsatz. Diese beschränken sich nicht auf die PET-Verarbeitung, sondern umfassen auch Referenzen in der Polyamid- und Polyolefinverarbeitung.

Herzstück der zur K 2013 angekündigten Extrusionslinie ist ein MRS 130 mit zwei automatischen Filtriersystemen Typ RSF Genius 200 und 250. Die Linie bietet eine Tandem-Filtration, da hier bis zu 1000 kg/h PET Bottle Flakes direkt zu einer Endlosfaser verarbeitet werden, was eine 25 Mikrometer Filtration voraussetzt.

Als Hauptvorteil des MRS Extruders stellt Gneuß die problemlose Verarbeitung von PET zu einem hochqualitativen Produkt, ohne Vortrocknung und unter Verwendung eines einfachen Wasserring-Vakuumsystems, vor. Dies werde erreicht dank der patentierten Verfahrenseinheit. Basierend auf einem konventionellen Einschneckenextruder ist der MRS Extruder im Mittelteil mit einer großen Trommel ausgerüstet, in der sich acht Förderschnecken befinden. Angetrieben werden die Schnecken über Zahnbuchse und Zahnritzel. Die in der Trommel befindlichen Zylinder sind im äußeren Bereich etwa 30 Prozent geöffnet, so dass der Schmelzezugang optimal ablaufe.

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Außer der Entgasungsleistung biete der Extruder eine außergewöhnliche Dekontaminationsleistung. Hersteller können beispielsweise bis zu 100 Prozent PET Bottle Flakes zu Endprodukten für die Lebensmittelbranche (FDA LNO) verarbeiten. Einer Materialbehandlung vor oder nach der Verarbeitung auf dem Extruder – keine Einschränkungen des Waschprozesses, keine Trocknung, keine Kristallisation – sei nicht erforderlich.


Dank seines Designs sei die Entgasungsleistung des MRS rund 50 Mal größer als die eines herkömmlichen Einschneckenextruders – und dies mit einem Vakuum von nur 25 bis 40 Millibar. Der Verzicht auf Hochvakuumsystem und Vortrocknung biete eine wirtschaftlich sehr effiziente Alternative zu herkömmlichen Technologien. Gleiches gelte für den geringen Platzbedarf.

Filter mit Neuerungen
Ebenso wie in der zur Messe präsentierten Extrusionslinie spielen Filtertechnologien eine qualitäts- und kostenentscheidende Rolle in nahezu allen Extrusionsanlagen. Zu dieser Produktgruppe soll die kommende Messe ebenfalls eine Reihe neuer Lösungen aufzeigen. Neue Baureihen der automatischen, prozess- und druckkonstanten Rotary Filtriersysteme RSF Genius und SFX Magnus sollen die technischen Vorzüge der Hochleistungsfilter mit einer besonders ökonomischen Kombination des Antriebs- und Selbstreinigungskonzepts verbinden.

Der RSF Genius M wurde laut Hersteller speziell konzipiert für besonders stark verunreinigte Materialien, wie sie beispielsweise im Recyclingprozess auftreten. Er biete bei gleicher Baugröße bis zu 25 Prozent mehr Durchsatz als die Standardbaureihe. Die Synchronisation von Antriebs- und Schusskolbenkonzept des selbstreinigenden Rotary Filters reduziere die Rückspülverluste drastisch. Die Variante SFX Magnus R biete erstmals auch in dieser Serie eine integrierte Selbstreinigung der Filtersiebe bei „absoluter“ Prozesskonstanz. Dieses Filtrationssystem sei bestimmt für Anwendungen mit geringerer Verschmutzungsmenge, unter anderem im Bereich Recycling, in denen eine Rückspülung sinnvoll, aber häufige Rückspülzyklen nicht zwingend notwendig sind.

Neu im Bereich der PVC-Verarbeitung und des PVC-Recyclings ist der SF PVC, der exakt auf diese schwierigen Anwendungen zugeschnitten sei. Dieser Rotaryfilter zeichne sich durch ein optimiertes Verfahren auch bei hohen Schwallverschmutzungen und eine sehr robuste Antriebstechnik aus. Komplett neu ist der Rotary Filter Typ KR, der jetzt auch in der Baureihe der diskontinuierlichen Siebwechslern auf das bewährte Konzept der Rotary Filtriertechnologie aufbaut und durch mit kompakter Bauweise und robusten Aufbau überzeugen soll.

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