Compounder, Easyclean

Größer kann kostengünstiger sein

Größer kann kostengünstiger sein

Es kann kostengünstiger sein, einen größeren Extruder einzusetzen, als einen kleineren bis an die Leistungsgrenze zu fahren – wie ein aussagekräftiges Beispiel zeigt.

In der Betrachtung „Kosten pro Kilogramm verarbeitetes Material“ kann ein größerer Extruder bei mittlerer Drehzahl deutlich besser abschneiden, als ein kleinerer, der unter Volldampf läuft. Dementsprechend stellt Kraussmaffei Berstorff zur K den Zweischneckenextruder ZE 60 A UTX vor: Mit maximal 600 min-1 sowie einigen aktiven und passiven Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sollen die Kosten sinken.

Damit schlägt der Hannoveraner Hersteller den entgegengesetzten Weg zum Trend der letzten Jahre ein: Einige Extruderbauer arbeiteten mit Drehzahlen bis 1.800 min-1 und hohen Durchsatzleistungen mit vergleichsweise kleinen Maschinen. Nicht berücksichtigt worden sei jedoch, dass die hohe Antriebsleistung energetisch nicht mehr optimal umgesetzt werde und hohe Verlustleistungen enthalte. Es sei nachgewiesen worden, dass es häufig wirtschaftlicher ist, einen größeren Extruder mit geringerer Drehzahl einzusetzen. Das Beispiel: Bei der Compoundierung von PA6 mit 30 Prozent Glasfasern und 2100 kg/h Ausstoß mit einem ZE 60 A UTX und 1200 min-1 lag der Energiebedarf bei 0,21 kWh/kg, während die nächst größere Maschine, bei 600 min-1 nur 0,18 kWh/kg verbrauchte. Unter Berücksichtigung höherer Anschaffungs- und Unterhaltskosten für den größeren Extruder ergeben sich Amortisationszeiten bezogen auf die reine Investition von etwa zwei Jahren, abhängig von den Energiekosten. Um die Energieeffizienz weiter zu erhöhen, wurden bei den Zweischneckenextrudern Antriebsstrang und die Extruderbeheizung optimiert, um den Wirkungsgrad zu verbessern.
Aus der Nutzung eines größeren Extruders ergeben sich neben den energetischen weitere Vorteile: Die Betriebssicherheit des Gesamtprozesses ist bei geringeren Drehzahlen höher als bei hohen. Die mittleren Drehzahlen verringern in Verbindung mit der größeren Schneckenkanaltiefe den Verschleiß an Schnecken- und Zylinderelementen. Das verlängert die Standzeiten und senkt die Wartungskosten. Dies gilt auch bei der Verarbeitung abrasiver Materialien wie glasfaserverstärkte Thermoplaste. Zusätzlich sorgt die größere Schneckenkanaltiefe des größeren Extruders bei vergleichbarer Verweilzeit für eine geringere mechanische Belastung des verarbeiteten Rohstoffs und damit für bessere Endproduktqualität.

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Zur K soll eine Compoundieranlage ZE 60 A UTX, ausgerüstet mit Easyclean-Konzept zu sehen sein. Dieses umfasst mehrere Einzelkomponenten und Detailverbesserungen, durch die die Reinigungszeit an der Extrusionsanlage bei einem Produktwechsel um bis zu 40 Prozent reduziert werden kann. Dazu gehören Klemm- und Klemmflanschverbindungen an den Fülltrichtern, Produktleitungen zu den Dosiergeräten und Vorbehältern, die ohne Werkzeug zu lösen sind und damit eine schnelle und bequeme Reinigung erlauben. Spezielle Dichtprofile sorgen während des Produktionsprozesses für die sichere Abdichtung.

Die Gesamtanlage ist in Modulbauweise ausgeführt, bei dem die Einzelkomponenten der Linie zu sinnvollen Einheiten in den Abmessungen eines Seecontainers zusammengefasst sind. Die Modulbauweise sorgt neben erheblich verkürzten Montagezeiten auf der Baustelle auch für deutliche verringerte Gesamtbaukosten, da in der Regel kein Stahlbau erforderlich und die Bereitstellung eines einfach umbauten Raumes ausreichend ist. Damit eignen sich die in Hannover komplett getesteten Compoundieranlagen in Modulbauweise nicht nur für Produktionsstätten in Übersee.


K 2010, Halle 15, Stand C24

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