Extrusion auf Probe

Pilotanlagen bieten Pluspunkte

Geringere Investitionskosten, kurze Rückflusszeiten des eingesetzten Kapitals, weniger Personal, Energieverbrauch und Rohstoff; Das sind einige der Vorteile, wie sie Pilotanlagen für die Extrusion quasi auf Probe bieten. Darüber im Anschluss mehr; und mehr zum Thema Extrusion generell.

Die unübersehbaren Pluspunkte solcher Laboranlagen führten bei der Dr. Collin GmbH, Hersteller von Versuchsanlagen für die Extrusion, dazu, sich intensiver mit kundenspezifischen Problemlösungen von Pilotlinien für die Polymerverarbeitung zu befassen, um den Markt zielgerichtet abzudecken. Dabei sind Rohstoff- sowie Additivhersteller, in letzter Zeit zunehmend aber auch Verarbeiter unter den Kunden zu finden.

Kosten runter

Solche Pilotanlagen eröffnen nach Darstellung des Anbieters aus dem süddeutschen Ebersberg beispielsweise folgende Vorteile:

• Kurzfristiges, von der Auslastung der Produktionsanlagen unabhängiges Arbeiten.

• Geringere Investitionskosten, da die Kosten einer Pilotanlage einen Bruchteil der einer Produktionsanlage betragen.

• Maßgeschneiderte flexible Anlagen, angepasst an das Profil der  vorhandenen Produktionsanlagen.

• Kurze Kapitalrückflusszeit, wenn man den Produktionsausfall gegenrechnet und die Einsparung an Arbeitskraft, Energie, Wasser und vor allem innovativen und daher teurer Polymeren berücksichtigt.

Die zuletzt gelieferte Pilotanlage, eine kombinierte Mehrschicht-Cast-Glätt-Laminieranlagebestand, bestand aus folgenden „Baugruppen“: 5 Extruder (2 × 25 mm; 1 × 30 mm; 1 × 45 mm Schneckendurchmesser) mit 2 gravimetrischen Dosierungen (1 × für Haupt-, 1 × für Seitendosierung, um beispielsweise metallische Pulver der Schmelze zuzuführen). Außerdem und fünftens gehörte ein Extruder mit einer 60 mm-Schnecke dazu (letzterer ist neu im Programm der Firma). Besonderheiten waren hier die gegen Verschleiß geschützte Ausführung der Plastifizierungen und Schneckeninnenkühlung.

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Den Extrudern folgt ein spezieller Feedblock und eine Breitschlitzdüse mit 550 mm Arbeitsbreite. Auch der 3-Walzen-Kalander hatte laut Angaben des Unternehmens viele „Freiheitsgrade“. Von der höhenverstellbaren und schwenkbaren Walzeneinheit mit speziell beschichteten Walzen, austauschbar gegen gummibeschichtete Walzen, über die beiden Abwickelstationen und der Infrarot-Vorwärmstation bis Randbeschnitt und Bahnspannungskontrolle sowie Abschlagmesser, war alles vorhanden, was eventuell bei der Herstellung von Dünnfolien bis zu Platten von 8 mm relevant sein könnte.

Zur Fakuma

Nun hat die Extrusionstechnik zwar in Friedrichshafen auf der Fakuma eine eigene Halle, dennoch nicht genügend Platz (und vielleicht auch nicht genügend „Kohle“), um eine solch üppig dimensionierte Anlage zu präsentieren. Deshalb war man bei den Collins bescheiden und beließ es bei der letzten Messe an den Ufern des Bodensees im Herbst ´05 im Bereich Prüftechnik bei:

•dem überarbeiteten Prüf-Walzwerk 110 mm

•dem Online-Rheometer WROR

•der patentierten Filter-Test-Einheit (für die neue Norm EN 13900-5).

Zu sehen war dort außerdem die nächste Stufe der Qualitätsprüfung von einem Masterbatch nach dem vorgestellten Filtertest sowie die Kompaktanlage für die optische Erfassung von unerwünschten Pigment-Agglomeraten. Diese Anlage eigne sich auch sehr gut für die Qualitätsbeurteilung von nicht eingefärbten Polymeren. Sie besteht aus: 1 Extruder 20 mm, Chill Roll Typ CR 144 und CCD-Kamera.

Hingewiesen wurde auch auf die kompakte Teach-Line-Serie, die sich nach Bekunden von Collin steigender Akzeptanz erfreut und mit einer auf den neuesten Stand gebrachten Steuerung aufgewertet wurde. Das „embedded controller system“ sei jetzt nicht nur wesentlich einfacher zu bedienen, sondern erlaube außerdem – bei übersichtlicher Prozessdatendarstellung – eine extrem schnelle Anpassung von Prozessparametern.

Ausgestellt waren außerdem eine 3-Schicht-Blasanlage, eine MDO-Reckanlage und ein 2-Wellen- Compounder. Wir fassen Exponate und Aktivitäten von den Ebersberger Spezialisten mal unter diesem Stichwort zusammen:

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