Schneller und einfacher Beschichten

Änderungen der Düsenspalte erleichtern

Ein neues, zum Patent angemeldetes Design für Zwei- oder Mehrschicht-Fluidbeschichtungsdüsen erleichtert die Parallelausrichtung der Lippen-Stirnflächen. Diese Funktion soll gleichförmige, mangelfreie Beschichtungen ermöglichen und ein Anstoßen der Düsenlippe an die Walze verhindern.

Ohne Einlege- und Ausgleichsbleche präzise Schichtdicken erzeugen spart vor allem bei mehrern Beschichtungsdurchgängen Zeit. (Bild: Nordson)

Beim Standarddesign für Premier-Schlitzdüsen mit fester Lippe und für Ultracoat-Schlitzdüsen mit anpassbarer Lippe von Nordson ändert der Bediener die Höhe des Austrittsspalts – und damit die Nassfilmdicke der Beschichtung –, indem er Einlegebleche zwischen die Düsenkörper legt und weitere Bleche an der Düsenrückseite platziert, um die dadurch verursachte Verschiebung der Lippen-Stirnflächen auszugleichen und zu gewährleisten, dass sie wieder in der ursprünglichen Ebene liegen.

Bisher war die Verwendung dieser Ausgleichsbleche bei Mehrschichtdüsen komplizierter, denn man musste ausrechnen, welche Blechdicke erforderlich war, um möglichst parallele Lippen-Stirnflächen zu erhalten. Das neue Design mache derartige Berechnungen überflüssig, sorge für ein genaueres Fluchten der Lippen-Stirnflächen und verhindere menschliche Fehler.

Nordson hat diese Verbesserung erreicht, indem die Düsenkörper der Premier- und Ultracoat-Mehrschichtsysteme so umkonstruiert wurden, dass die Ausgleichsblöcke, unter die die Ausgleichsbleche gelegt werden, nun in der gleichen Ebene wie die Lippen-Stirnfläche liegen. So wie in der Vergangenheit sind die Einlege- und Ausgleichsbleche in Dicken bis 1,524 Millimeter lieferbar. Bei dem neuen Design hängt die Genauigkeit des Versatzausgleichs nicht mehr von der Dicke des Einlegeblechs ab.

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Mehrere Beschichtungsdurchgänge durch einen Produktionslauf zu ersetzen bedeutet mehr Ausstoß, weniger Maschinenbelastung, weniger Energieverbrauch und weniger Ausschuss. Da die Dicke jeder Schicht gesteuert werden kann, können weitere Kosteneinsparungen erzielt werden, indem ein zu hoher Verbrauch teurer Fluide mit hoher Funktionalität verhindert wird. Gleichzeitig hat der Substratveredler die Flexibilität, zur Einschichtproduktion zurückzukehren, indem er einfach das Beschickungsventil des nicht verwendeten Fließkanals schließt.

Fakuma 2017, Halle A6, Stand 6109

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