Laborextruder Big Compounder

Annina Schopen,

Schnittstelle zwischen Labor und Technikum

Brabender hat zur K den neuen elektrisch beheizten Doppelschneckenextruder B-TSE-S 30/40 Big Compounder auf den Markt gebracht. Der Extruder wurde als Schnittstelle zwischen Labor und Technikum entwickelt.

Brabender hat erstmalig neuen Laborextruder Big Compounder B-TSE-S 30/40 auf der K 2022 vorgestellt. © Brabender

Der neue Brabender-Extruder ist kompakt, da er den Antrieb sowie die Verarbeitungseinheit vereint. Damit sei das Gerät das kleinste und platzsparendste Compoundiersystem seiner Kategorie auf dem Markt und eigne sich für die Entwicklung von Rezepturen und der Kleinproduktion verschiedener Extrudate aus Kunststoff, Gummi, Lebens- und Futtermittel sowie vielen weiteren extrudierbaren Materialien, so das Unternehmen. Auch für die Extrusion von Anoden- und Kathodenmaterialien auf einer leitfähigen Folie wurde der Brabender-Extruder im Labormaßstab bereits eingesetzt.

Weitere Einsatzmöglichkeiten seien Materialentwicklungen, Qualitätskontrolle, Entwicklungen im Bereich Recycling und Analysen des Materialverhaltens während eines Prozesses in Forschungseinrichtungen und der Industrie.

Produktion in Großanlagen optimieren und Ressourcen schonen

Mit dem Big Compounder als Technikumsextruder können Ressourcen effizient eingesetzt werden, kündigte Brabender an: Im Vergleich zu Versuchen auf Produktionsextrudern, schone der B-TSE-S 30/40 Ressourcen und soll als Bindeglied zwischen Labor und großtechnischer Produktion fungieren. Denn im Bereich der industriellen Anwendungen ist eine direkte Skalierbarkeit vom Labor auf Produktionsanlagen nur bedingt möglich. Hier komme der Big Compounder als Pilotanlage ins Spiel: Die Prozessparameter können in dem Brabender-Extruder für die spätere Produktion in Großanlagen optimiert werden. Diese Möglichkeit des Upscalings bietet der Big Compounder sowohl auf Labor-zu-Pilotniveau als auch auf Pilot-zu-Produktionsniveau an.

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Da der Big Compounder ein klappbares Linersystem habe, sei er das Gerät in seiner Kategorie, bei dem der Anwender während und nach dem Extrusionsvorgang kompletten Zugriff auf den Prozess habe. Das Klappdesign soll eine einfache Reinigung ermöglichen, und der Anwender erhalte visuelle Einblicke auf seinen Prozess durch Polymeruntersuchungen in Bezug auf die Schneckenkonfiguration, kündigte Brabender an.

Hoher Durchsatz, niedrige Materialkosten

Trotz seiner kompakten Größe hat der Big Compounder einen hohen Durchsatz von 100 Kilogramm pro Stunde und im Vergleich zu Konkurrenzgeräten ein höheres Drehmoment. Damit können Unternehmen aus der Kunststoff- und Lebensmittelbranche unter dem Einsatz von kleinsten Probenmengen in Laborgröße Compoundieren und halten damit im Vergleich zu anderen Laborextrudern auch bei größeren Durchsatzmengen ihre Produktionsmengen gering. Der niedrige Materialeinsatz spart Materialkosten und ist damit auch bei schwer beschaffbaren Materialien vorteilhaft. Zudem können Entsorgungskosten von Testmaterialien eingespart werden: „Vor allem Hersteller innovativer Produkte müssen ihre Produkte erst noch auf dem Markt etablieren und halten daher ihre Produktionsmengen klein. Für diese Unternehmen ist der Big Compounder besonders geeignet, weil sie größere Durchsatzmengen brauchen, aber ihre Materialkosten auf einem niedrigen Stand halten möchten“, sagt Simon Hill, Sales Engineer bei Brabender.

Über gleichlaufende, ineinandergreifende Schnecken entstehe mit dem Big Compounder ein homogenes Kunststoff-Compound aus Proben mit oder ohne Füllstoffen oder Additiven, wie z. B. aus thermoplastischen Elastomeren, Thermoplasten, technischen Kunststoffen, Metalloxiden oder keramischen Materialien. Flexibilität für Anwendungen ermögliche der B-TSE-S 30/40 durch seinen modularen Schneckenaufbau mit einzelnen Schneckenelementen. Für den individuellen Bedarf sind verschiedene Schneckengeometrien verfügbar.

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