4-fach-IML für Kaffeekapseln

Premiere einer Single Serve Capsule-IML

Optisch attraktiv bei vergleichsweise geringem Ressourcenverbrauch – solche Kaffeekapseln soll eine Inmould-Labeling-Anlage liefern, deren Präsentation zur Fakuma angekündigt ist.

Swiss made 4-Kavitäten-Performance pur: IML-Anlage Single Serve Capsule von Beck Automation für Kaffeekapseln

Frischer Kaffee aus der Kaffeekapsel zählt seit Jahren zu den Rennern, wenn man schnell und einfach einen aromatischen Kaffee zubereiten möchte. Die Aufgaben einer klassischen Einweg-Kaffeekapsel sind vielfältig: Das Aroma des Kaffees soll sich nach langer Haltbarkeit der Verpackung in der Kaffeekapselmaschine optimal entfalten. Die Kapsel soll das Lifestyle- und Luxusgefühl des Kaffeegenusses signalisieren. Sie soll die Wiedererkennung der Marke gewährleisten und Informationen zum Inhalt bereithalten. Nach der Funktion soll die Einweg-Verpackung möglichst unauffällig verschwinden und zudem im Herstell- und Verwendungszyklus eine saubere Ökobilanz aufzeigen.

Speziell der letzte Punkt ist schwierig zu bewältigen. Das Ökobewusstsein der Verbraucher wächst seit Jahren spürbar. Eine Mehrkomponenten-Spritzgießlösung mit Barriereeigenschaften plus IML zur Dekoration könnte die richtige Antwort sein. Das schont Ressourcen und die Verpackung wird optisch aufgewertet, denn IML-Anwender kennen die klassischen Stärken des IML: Attraktive Anmutung der Verpackung.

Beck Automation entwickelte vor dem Hintergrund einer anlaufenden Nachfrage eine IML-Anlage für hochwertige Kaffeekapseln auf Kunststoffbasis. Als Premiere wird die neue Anlage dem Publikum auf der Fakuma 2017 vorgestellt. Nino Zehnder, Vertriebsleiter, Beck Automation: „Das Resultat ist eine hochdynamische, präzise und bedienfreundliche Anlage zur IML-Dekoration. Die Einweg-Kaffeekapsel wird dadurch ökologisch und von der Optik aufgewertet. Das Aroma des Kaffees soll marktgängigen Lösungen in nichts nachstehen, sondern sie sogar noch übertreffen.“

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IML-Leichtgewichte: Kaffeekapseln

Single Serve Capsule-IML-Anlage im Detail
Bei dem Messeexponat der Fakuma handelt es sich um eine 4-fach-IML-Anlage Der Aufbau der Automation zeigt beispielhaft, dass auch Anlagen mit deutlich höheren Anzahlen von Kavitäten möglich sind. So nahm Beck bereits 2016 mehrere Lösungen für 32+32-fach Etagenwerkzeuge in Betrieb. Aktuell steht eine 32-fach-IML-Single Serve Capsule zur Auslieferung ab Werk an. Nino Zehnder: „Die Herausforderung für eine so kleine Verpackung liegt in der Einlegepräzision, sowie einem bedienfreundlichen Konzept. Wir sprechen also von sehr kleinen Labels und Ultraleichtgewichtsteilen bei extremer Ausbringungsmenge. Und es handelt sich auch noch um eine Anwendung der Mehrkomponententechnik.“

Die gezeigten Kaffeekapseln werden in Mehrkomponententechnik mit einem 4-fach-Werkzeug von Fostag Formenbau gefahren. Als Zyklusziel nennt Beck Automation unter 5 Sekunden. Die Labels stammen vom Verstraete aus Belgien. Unter anderem enthält die Anlage ein Qualitätssicherungsmodul zur Prüfung der Barriere von Imdvista. Als Produktionsmaschine dient eine Netstal Elion 1200-250/55. Sie ist mit servoelektrischen Antrieben für alle Komponenten ausgelegt, sauber und geräuscharm im Betrieb. Mit kompakter Bauweise, hoher Präzision des Schussgewichts, schnellen Schließbewegungen und Reproduzierbarkeit sei sie gut auf die IML-Automation abgestimmt.

Nino Zehnder: „.Die Herausforderung für eine so kleine Verpackung liegt in der Einlegepräzision, sowie einem bedienfreundlichen Konzept. Wir sprechen also von Ultraleichtgewichtsteilen bei extremer Ausbringungsmenge.“

Die Mehrkomponententechnik ermöglicht eine Kaffeekapsel mit PP (Polypropylen) in der Außenschicht und eine innen liegende Sperrschicht aus EVOH. Die Sperrschicht ist für die Haltbarkeit und Aromaversiegelung des Inhalts, also für die Funktionalität, zuständig. Sie liegt bei unter 10 Prozent Anteil am Gesamtgewicht. Das Teilegewicht einer Kaffeekapsel gibt Beck mit 1,35 Gramm an.

Referenzen zeigen sich vielversprechend
In den USA, einem gewaltigen Markt für Einwegkapseln, suchen die Anbieter nach Alternativen zur hochwertigen, aber ökologisch problematischen Alukapsel oder zur simplen Kunststofflösung, die dem Lifestyle-Ansatz nicht entspricht. IML bietet, in Kombination mit den Barriereeigenschaften, eine neue Möglichkeit die Einweg-Kaffeekapsel neu zu positionieren und die Anmutung des Produkts aufzuwerten. Die Automationslösungen von Beck zeigen nach Unternehmensangaben bei ersten Kunden in den USA hohe Akzeptanz: Funktionalität, Look und Ökobilanz passen aus Sicht der Anbieter. Auch die Ausbringungsmenge mit einer Hochleistungs-IML-Automation könne auf der Wertschöpfungsseite punkten. 

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