Additive Fertigung

Kunststoffland-Innovationstag 2016

Ein volles Haus und hohes Interesse gab es an der Universität Paderborn beim Innovationstag 2016 des Kunststoffland NRW. Das Thema „Additive Fertigung“ sorgte für ein spannendes Veranstaltungsprogramm, der Tagungsort, das Direct Manufacturing Research Center (DMRC) passte als eine der in Deutschland führenden Adressen dazu.

Get-Together: Austausch zwischen Unternehmensvertretern der Kunststoffindustrie und Studierenden bei der Kunststoffland-Aktion „Studierende stellen sich vor“. (Bild: Kunststoffland NRW)

Georg Oenbrink, Evonik Industries und Vorstand von Kunststoffland NRW, lenkte als Moderator zu Beginn den Blick auf die Frage nach der konkreten Bedeutung der Additiven Fertigung speziell für die Kunststoffindustrie und auf die daraus ableitbaren Perspektiven.

Additive Fertigung in der Serienproduktion?

Die Kernfrage „Wie muss sich die Additive Fertigung weiterentwickeln, damit sie für die Kunststoffindustrie noch interessanter wird, besonders im Hinblick auf eine Serienproduktion?“ bildete den roten Faden für die gesamte Veranstaltung und wurde von den Referenten aus ihrer jeweiligen Unternehmensperspektive unterschiedlich beantwortet. Eine wichtige Erkenntnis: Vorteile bietet die Additive Fertigung nicht beim simplen 1:1-Ersatz konventioneller Verfahren, sondern nur durch modifizierte, innovative Bauteile. Dies setze eine veränderte Denkweise von Ingenieuren und Designern voraus, die hier gemeinsam neue Wege eschreiten müssten und so zu Schlüsselfiguren im Innovationsprozess werden. Die größten Potenziale entstehen durch die Zusammenfassung komplexer Baugruppen in einem Bauteil, und die zusätzliche Integration von Funktionen. Praxisnah und plastisch demonstriert wurde das an einem im 3D-Druck gefertigten Kühlergrill für einen Audi A8.

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Unabhängig davon veränderten aber auch die Fortschritte im Softwarebereich das Design der Zukunft und führen so die klassischen Produktionstechnologien an ihre Grenzen. 3D-Druck werde als zwingende Produktionstechnologie deshalb unverzichtbar.

Positive Resonanz fand die vom Kunststoffland initiierte Aktion „Studierende stellen sich vor“, die erstmals am Innovationstag stattfand. Sie bot den teilnehmenden Unternehmen die komfortable Möglichkeit, direkt mit Studierenden in Kontakt zu treten, die sich für Praktika und/oder Bachelor- und Masterarbeiten in Unternehmen der Kunststoffindustrie interessieren oder perspektivisch dort Beschäftigungsmöglichkeiten suchen.

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