Schneller zum Bauteil

CAM-Tool für den industriellen 3D-Druck

Eine neue Generation der Datenvorbereitungs- und Prozess-Management Software soll die einfache Optimierung von CAD-Daten für 3D-Druck-Systeme von EOS ermöglichen.

Das neue Parameter Editor Modul bietet mehr Freiheiten, eigene Material- und Parametersätze zu optimieren und zu entwickeln. (Bild: EOS)

Die neue Version des CAM-Tools Eosprint für die Additive Fertigung (AM) soll zusammen mit Datenvorbereitungssoftware wie Siemens NX oder Magics eine umfassende AM CAM-Umgebung für Ingenieure bieten. Eosprint 2.0 biete eine intuitive Benutzeroberfläche, gebe Anwendern mehr Freiheit bei der Anpassung anwendungsspezifischer Parameter und vereinfache die Optimierung von Bauteilen. Das sorge für erhöhte Produktivität und Bauteilqualität. das System ist aktuell für die Metallsysteme M 290 und M 400 erhältlich. Die nächsten Versionen sollen weitere Metallsysteme und künftige Polymersysteme unterstützen.

Die grafische Benutzeroberfläche bildet den CAM-Prozess ab. Damit durchläuft der Anwender Schritt für Schritt alle notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung der Bauteildatei für den additiven Fertigungsprozess. Tools und Merkmale verhalten sich laut Anbieter entsprechend dem Kontext des jeweiligen Vorbereitungsschritts im Workflow. Damit sei die Software intuitiv zu erlernen, die ersten Schritte des additiven Fertigungsprozesses werden vereinfacht.

Mehrere Schichtdicken in einem Teil

Die neue Ebenen-Segmentierung ermöglicht die Verwendung verschiedener Schichtdicken in einem Bauteil und damit eine einfachere Optimierung für die Produktion. Mit der Segmentierungsfunktion kann ein Bauteil in mehrere Ebenen geteilt werden. In der z-Ebene können einzelne Segmente definiert werden, um sie mit unterschiedlichen Belichtungsanforderungen hinsichtlich Qualität und Produktivität zu belegen. So sind Segmente definierbar, in denen eine sehr hohe Qualität erforderlich ist, und die Parameter entsprechend auf höchste Qualität hin einstellen. Segmente, in denen eine hohe Produktivität Priorität hat, können hingegen mit auf Produktivität hin optimierten Parametern bearbeitet werden. Dies führe zu erheblichen Einsparungen bei der Produktionszeit und ist gleichzeitig ein entscheidender Faktor für die Serienfertigung auf Basis des industriellen 3D-Drucks.

Anzeige

Erfahrene Anwender sollen vom offenen Parametereditor Modul profitieren. Der Parametereditor biete ein verbessertes, umfangreiches und offenes Tool-Set, das einzigartige Belichtungsmuster und -parameter enthalte und den Anwendern somit mehr Freiheit zur Optimierung und Entwicklung eigener Parametersätze biete. Neben der Änderung relevanter Standardparameter wie Laserleistung oder Scan-Geschwindigkeit ist nun auch die Anpassung weiterer Parameter möglich. So können Nutzer auch die Reihenfolge und Anzahl der Belichtungsarten anpassen und den Start und Drehwinkel für Streifenmuster variieren.

Auf der Grundlage umfangreich getesteter Prozessparameter können Entwickler eigene Parametersätze definieren. Mit dem Parametereditor lassen sich individuelle Material- und Parametersätze entwickeln, um die Produktivität des Systems zu steigern, Kosten zu senken oder die Bauteilqualität zu verbessern. Unterstützt wird das mit zusätzlichen Belichtungsmustern.

Eosprint ist für die Integration in automatisierte Workflows und damit für die Digitalisierung der Fertigung ausgelegt. Die Funktionalitäten der Lösung sind modular aufgebaut, so dass das Tool in CAD-CAM- und in ERP/MES-Umgebungen integriert werden kann. Der erste Anbieter dieser integrierten Lösung ist Siemens NX, weitere sollen folgen.

EOS auf der Rapidtech: Halle 2, Stand 411

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Schneller zum Bauteil

Verzug beim 3D-Druck simulieren

Eine neue Prozesssimulationslösung für die additive Fertigung (AM) soll den Verzug beim 3D-Druck präziser prognostizieren und somit die Optimierung im Vorfeld ermöglichen. Das Produkt ist in die End-to-End-Lösung von Siemens für die additive...

mehr...
Anzeige

Messe zum 3D-Druck

Formnext 2018 meldet Halle 3 ausverkauft

Rund zehn Wochen vor Messestart meldet Mesago, dass beide Ebenen der Messehalle 3 mit erwarteten 550 Ausstellern und 36.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vollständig belegt sind. Darunter sind 165 Neuaussteller aus 26 Nationen. Damit verzeichne...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite