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Composite-PressenForscher nutzen moderne Composite-Pressanlage

Um unterschiedliche Projekte und Verfahrensbedingungen nutzen zu können, hat der Stiftungslehrstuhl der SGL Group an der TU München eine neue Composite-Pressanlage in Betrieb genommen.

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Composite-Pressen: Forscher nutzen moderne Composite-Pressanlage

Um die unterschiedlichen Anforderungen an die praxisnahe Entwicklung abbilden zu können, wurde eine Maschine mit breitem Kraftbereich von 160 bis 3200 kN gewählt. Realisiert wird diese Spreizung durch Verwendung eines Frequenzumrichters, der die Drehzahl der Hydropumpe vorgibt. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist laut Hersteller Rucks dessen hohe Energieeffizienz bei leisem Betrieb.

Der Einbauraum und Hub von 800 Millimeter gestattet die Verwendung von flachen oder hohen Werkzeugen. Dementsprechend können RTM-, Hochdruck-RTM-, SMC- und BMC- beziehungsweise Thermoformanwendungen gleichermaßen auf der Presse gefahren werden.

Die Heizplatteneinrichtung mit den Abmessungen von 1200 × 800 Millimeter erzeugt Temperaturen bis 400 Grad Celsius bei einer Aufheizrate bis 10 K/min. Fünf Regelkreise pro Heizplatte ermöglichen eine homogene Temperaturverteilung auf der Heizplattenoberfläche beim Aufheizen und im eingeschwungenen Zustand. Die geregelte Kühlung sorgt für ein definiertes Anfahren von Kühlrampen und Kühlraten bis zu 15 K/min. Ein maschinengesteuertes Rückkühl-System sorgt für die drucklose Ableitung des beim Kühlprozess entstehenden Dampfes. Dem ergonomischen Werkzeugwechsel und dem Bestückvorgang dient eine hydraulisch ausfahrbare untere Heizplatte.

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Für Thermoformprozesse erhielt die Presse eine Infrarot-Vorheizstation. Diese verfügt über eine effektive Heizfläche von 1500 × 1300 Millimeter, wobei der äußere Bereich getrennt zugeschaltet werden kann. Die maximale Temperatur der Strahlerfelder beträgt 400 Grad Celsius, was ein schnelles Aufheizen der Prepregs ermöglicht. Mit der elektrischen Höhenverstellung der Strahlerfelder ist der Wärmeeintrag in das Werkstück genau dosierbar.

Ein Linearsystem zwischen Vorheizstation und Presse sorgt für den schnellen Materialtransport. Der zur Fixierung des Prepregs vorgesehene Transferrahmen ist höhenverstellbar, um auf unterschiedliche Werkstückhöhen reagieren zu können. Im optimierten Zusammenspiel zwischen Linearsystem, Vorheizstation und Presse läuft der Thermoformprozess automatisch ab und erzeugt reproduzierbare Ergebnisse.
Die Steuerung der Maschine geschieht über ein 12 Zoll großes Infrarot Color Touchpanel mit grafisch orientierter Bedienoberfläche. Verbundsicherheitsglas macht das Panel besonders robust und der Infrarot Touch ermöglicht die Bedienung mit Handschuhen. Die Maschinenfunktionen können in übersichtlichen Fenstern auf einem Blick erkannt und geändert werden. Diese Darstellung ist besonders bei parallelen Maschinenabläufen von Vorteil. Die entsprechenden Prozessphasen sind einfach anwählbar und die Eingabe der betreffenden Prozessparameter geschieht intuitiv. Mit Hilfe des Datenerfassungssystems Rudas werden sämtliche Prozessparameter aufgezeichnet und nachträglich ausgewertet beziehungsweise weiterverarbeitet.

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