Auftragen von PUR-Dichtungen

Raupen mit Hochdruck

Bei Herstellung von PUR-Dichtungsraupen verspricht das Hochdruckverfahren eine höhere Produktivität.

Die Hochdrucktechnik habe gegenüber der Niederdrucktechnik den Vorteil, dass sehr schnell reagierende Materialsysteme verarbeitet werden können, heißt es dazu bei der bayerischen Firma KraussMaffei, die das hier beschriebene Verfahren auf der Fakuma demonstrierte. Das PUR härte bei der Hochdruckvariante schneller aus, so dass die Bauteile ohne nennenswerte Verzögerung weiteren Verarbeitungsschritten zugeführt werden können. Bei langsam reagierenden Systemen wären dagegen Pufferstrecken notwendig, um die längere Aushärtezeit zu überbrücken. Da diese Puffer bei der Hochdrucktechnik entfallen, würden sich die Investitionskosten und der Platzbedarf in der Produktion reduzieren. Außerdem seien die Hochdruck-Mischköpfe selbstreinigend. Daher würden die bei Niederdruckanlagen notwendigen Reinigungszyklen entfallen. Nach jedem Schuss reinige sich der Hochdruck-Mischkopf, indem er das gesamte vermischte Material als Dichtraupe auf dem Bauteil ablegt: „Es entstehen keinerlei PUR-Abfälle und das vermischte Material wird komplett für die Dichtungsapplikation verwendet“, wird in diesem Zusammenhang vom Anbieter betont. Bei Niederdrucksystemen dagegen müsse die Mischkammer in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Dieser Reinigungsvorgang erzeugt Produktionsabfälle und erzwingt Produktionsunterbrechungen, so dass sich die Verfügbarkeit der Anlage reduziert und die Prozesskosten steigen. Die Selbstreinigung der Hochdruck-Mischköpfe erhöht somit die Produktivität und die Flexibilität der Fertigungsanlage.

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Bleibt als Fazit: Der automatische Auftrag von Dichtungsraupen auf Bauteile reduziere den Montageaufwand und mache das Bevorraten unterschiedlicher Dichtungen überflüssig. Und in München sorgt man vor: Um das große Marktpotenzial der Hochdrucktechnik im Dichtungsbereich zu bedienen, nimmt KraussMaffei in Kürze eine weitere neue Technikumsanlage speziell für diese Anwendungen in Betrieb. Die Anlage stehe den Kunden dann zur Verfügung, um Versuche für individuelle Applikationen durchzuführen. Ein erster Kontakt ließe sich unter diesem Stichwort anbahnen.

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