Versuche, Technikum

Polyurethan-Pasten optimal applizieren

Neue Möglichkeiten unter Praxisbedingungen entwickeln
Im Technikum können projektspezifische Versuche und Optimierungen hinsichtlich Auftragstechnik und Werkstoffwahl durchgeführt werden.
Das Auf- und Einbringen von PU-Pasten hat im Formen- und Modellbau zentrale Bedeutung. Besonders das Bearbeiten großer Flächen und Formen stellt hohe Anforderungen an die Applikationstechnik. Grund genug, die Entwicklungsarbeiten zu intensivieren.

Kunstharz-Misch- und Dosieranlagen setzen Formen- und Modellbauer in breiter Vielfalt ein. Einer der innovativen Anbieter, das Familienunternehmen Tartler, hat nun ein neues Technikum am Standort Haingrund in Betrieb genommen, um die modular konzipierten Mehrkomponenten-Anlagen noch besser und kundenprojektbezogen optimieren zu können. Es steht nicht nur ausreichend Platz für Schulungen, Demonstrationen und Präsentationen zur Verfügung, sondern auch für Inbetriebnahmen und Werksabnahmen. Vor allem aber dient es als Werkstatt für Entwicklungsprojekte und Langzeit-Testreihen. „Mit unserem neuen Technikum verfügen wir nun über moderne Räume, in denen wir außerhalb der laufenden Produktionsprozesse eigene und kundenorientierte Entwicklungsarbeit in Sachen Anlagen- und Werkstofftechnik betreiben können“, begründet Geschäftsführer Udo Tartler die Investition.

Beschleunigtes Bepasten

Aktuell laufen im neuen Technikum Versuche zur Optimierung der Applikation von PU-Pasten für den Formen- und Modellbau. Sie verfolgen das Ziel, das halb- und vollautomatische Bepasten großflächiger und vorgefräster Prototypen, Modelle und Formen ohne Qualitätsverluste deutlich zu beschleunigen. In diesem Projekt kooperiert Tartler unter anderem mit namhaften Pasten-Herstellern. Unter anderem beschäftigt die Beteiligten die Frage, wie eine PU-Paste für den Formen- und Modellbau beschaffen sein muss, wenn große Volumen über lange Schlauchleitungen von bis zu 20 Metern zu applizieren sind. Bei der Herstellung mächtiger Formen für die Windflügel-Produktion ist das beispielsweise ein wichtiger Produktivitäts- und Qualitätsfaktor. Die Ergebnisse dieses praxisnah angelegten Entwicklungsprojekts fließen direkt ein in die Optimierung der Applikationstechnik für die Anlagen des Serie Nodopur VSA. Dabei handelt es sich um hoch automatisierte Mehr-Komponenten-Misch- und Dosiersysteme, die heute vielfach im Boots- und Flugzeugbau sowie in der Windkrafttechnik eingesetzt werden.

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Integrieren und optimieren

Das neue Technikum bietet außerdem viel Raum zum Erproben innovativer Integrationslösungen: CNC- oder Roboteranbindungen lassen sich hier beispielsweise unter Serienbedingungen testen. Und aufgrund der positiven Auftragslage wird Tartler den Standort Haingrund auch weiterhin als Produktionsstätte nutzen, um das Hauptmontagewerk im benachbarten Michelstadt zu entlasten.

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