Fibrecut

Einen guten Schnitt machen

Ein neues System zur Herstellung und Dosierung von Schnittfasern soll kostensparende Anwendungen in der Automobil-, Elektro- und Verbrauchsgüterindustrie erschließen.

Eine neu entwickelte Schneide- und Dosiereinheit soll das Bereitstellen von Schnittfasern, beispielsweise für die Herstellung von SMC, BMC (Sheet und Bulk Molding Compounds) oder faserverstärkten Thermoplasten vereinfachen. Mit dieser Technologie kann laut Hersteller unmittelbar Einfluss auf die Materialrezeptur eines Compounds (neue Faserarten) genommen werden, was die Bauteilherstellung noch effizienter und flexibler gestalte. Weitere Vorteile ergeben sich aus den weiterentwickelten Schneideprozessen und Verfahrenstechnologien.

Berücksichtigt worden ist laut MAG bei der Konstruktion das Verarbeiten schwierig zu schneidender Faserarten wie Glas-, Carbon-, Polyester-, Aramid und Naturfasern. Die auf Spulen bereitgestellten Endlosfasern führen zwei separat ansteuerbare Vorschubeinheiten dem nachgeschalteten Schneidwerk zu. Die zum Patent angemeldete Schneideinheit ist modular aufgebaut und besteht aus zwei oder mehr Spindelmodulen, die pro Umdrehung vier Schnitte pro Modul ausführen. Nach dem Schneidvorgang fallen die Fasern zum Beispiel auf ein geschwindigkeitsgeregeltes Förderband, so dass eine gleichmäßige, einstellbare Materialdichte (Fasermatte) produziert werden kann. Andere Anwendungsmöglichkeiten sind unter anderem das direkte Schneiden und Dosieren von Fasern innerhalb eines BMC-, oder Spritzgießprozesses. Es können verschiedene Fasertypen und zwei Faserlängen gleichzeitig geschnitten und einem nachgeschalteten Prozess dosiert zugeführt werden. Dies wird durch die individuell einstellbare Faservorschubgeschwindigkeit und Spindeldrehzahl ermöglicht. Dadurch wird ein Maximum an Anlagenproduktivität erreicht. Der modulare Aufbau ermöglicht auch größere Streubreiten.

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