Spaltimpränieranlage Fibershape

Schneller zur CFK-Haube

Eine neue Technologie soll die schnellere Produktion großflächiger Cfk-Bauteile ermöglichen. Komplette Fahrzeug-Motorhauben entstehen laut Entwicklermannschaft in 15 Minuten.

Spaltimprägnieranlage Fibershape

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) und der Hille Engineering hat Breyer die neuartige Spaltimprägnieranlage Fibershape entwickelt. Sie ermögliche die automatisierte Herstellung einer Fahrzeug-Motorhaube aus Cfk in Integralbauweise in 15 Minuten und in nur einem Prozessschritt. Mit der faserverbundgerechten Gestaltung wurde nach Unternehmensangaben das Gewicht der Haube um 60 Prozent auf fünf Kilogramm gesenkt.

In diesem Verfahren werden vorgeformte Fasermatten in eine senkrecht stehende Form eingebracht. Zwischen beiden Formhälften entsteht ein Fliessspalt, in den das Harz mit Vakuumunterstützung injiziert wird. Unter geringem Druck und konstanter Temperatur entsteht innerhalb kurzer Zeit das gewünschte Bauteil. Auf diese Weise entstehen robuste und leichte Bauteile mit weiteren günstigen Eigenschaften. Der Prozess sei aufgrund der kurzen Zykluszeiten besonders wirtschaftlich.

Das Maschinenkonzept umfasst die Grundmaschine mit den Formträgern, den Werkzeugsatz mit den beiden Formhälften und Mittelrahmen, Injektionssystem, Vakuumeinrichtung, Temperierung und Handlingsystem. Das Werkzeug besteht aus einem Werkzeugrahmen und zwei Werkzeughälften mit maximal 1,2 × 1,7 Meter Aufspannfläche. Die Werkzeugoberfläche wurde soweit optimiert, dass eine direkte Lackierung der Bauteile möglich ist, um die Produktion effizienter und automatisierbar zu gestalten. Um eine nachträgliche Montage von Zusatzelementen am Bauteil zu vermeiden, trägt die Sandwichkonstruktion bereits Anbindungselemente für die Montage.

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Für die Aufstellung der Maschine ist kein aufwendiges Fundament notwendig. Der kommt mit Drücken unter 10 bar aus. Daher ist die gesamte Maschinenkonstruktion weniger aufwendig als bei Hochdruckmaschinen. Dies kommt auch der Bewegungsdynamik zugute. Schnelle Bewegungen können energiesparend mit Lineareinheiten realisiert werden. Zur automatischen Produktion sind Handlingsysteme vorgesehen, die sich im Maschinenkonzept leicht integrieren lassen.

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