3D-Druck-Projekt

Generativer Formenbau auch mit mehreren Werkstoffe

Aktuell genutzte generative Fertigungsverfahren im Werkzeugbau basieren meist auf Einsatz eines metallischen Pulvers. So lassen sich sehr filigrane Konturen und Kanäle generieren. Nachteilig können jedoch die relativ rauen Oberflächen sein. Dies bedingt bei kleinen Temperierkanälen oft im Betrieb verstopfende Kanäle auf. Hohe Wassertemperaturen können zudem bei gängigen Werkstoffen Korrosionsprobleme verursachen.

Mehrere Werkstoffe generativ verarbeiten, teilweise mit zwischengeschobenen mechanischen Bearbeitungen – das soll den Formenbau effizienter machen.(Bild: Hermle)

Neue Verfahren, wie die MPA-Technologie von Hermle sollen den Einsatz verschiedener Metalle wie korrosionsbeständige Stähle, wärmeleitende Stähle oder Kupfer in einem kombinierten, generativen Aufbau ermöglichen. Ferner sei es möglich, sequentiell spanende Zwischenbearbeitungsschritte vorzusehen, die glatte Oberflächen in Innenkonturen möglich machen. Die Möglichkeit des hybriden Aufbaus erweitert das Spektrum der Funktionsintegration. So können die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Werkstoffs an entsprechender Position im Werkstück genutzt werden.

Innerhalb des Verbundprojektes „Generativer Werkzeugbau - Funktionsintegration mittels hybridem Metall-Pulver-Auftrag“ soll herausgearbeitet werden, wie sich die Vorteile eines hybriden Aufbaus effektiv in der Kunststoffverarbeitung nutzen lassen. Im Projekt sollen die Teilnehmer hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten der Technologie geschult werden. Überdies werde ein Demonstrator entwickelt, der in konventioneller (einfache Bohrungen) und lasergesinterter Bauweise sowie im MPA-Verfahren hergestellt wird und dem Vergleich der Technologien in praktischen Untersuchungen dient.

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Das Projekt soll im September 2017 starten und über eineinhalb Jahre laufen.

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