Additiv Verfahren

Aus der Simulation auf den 3D-Drucker

Während der Entwicklung können Konstrukteure Prototypen aus dem CAD-system am 3D-Drucker drucken und so auch haptisch präzise beurteilen.

Direkt aus Simulation lassen sich nur Prototypen im 3D-Druck erstellen. © Simcon

Die Spritzgießsimulation bietet bei der Entwicklung von Bauteilen und Werkzeugen jetzt auch den Vorteil; zusätzlich einen "echten" Prototypen in den Händen zu halten. Mit dem Modul Unwarp erzeugt Cadmould aus den Simulationsergebnissen nun auch eine VRML-Datei (Virtual Reality Modeling Language) für 3D-Drucker. So kann der Anwender das Endprodukt schon in der Entwicklungsphase drucken und haptisch bewerten: Neben der vollständigen virtuellen Ansicht bietet das eine zusätzliche Möglichkeit, frühzeitig Fehler bei der Werkzeug- und Bauteilgestaltung zu erkennen und kostengünstig zu vermeiden.

Dadurch kann der Anwender am Produkt selbst die Schwachstellen sehen und fühlen. Zusätzlich zum Verzug und zur globalen Schwindung kann man auch erkennen, wo an Oberflächen Einfallstellen entstehen. Der Prototyp kann dann in der Produkt-Demonstration eingesetzt werden, um schneller eine Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Gestaltung fällen zu können. Ein weiterer Vorteil: Die Passgenauigkeit an andere Bauteile einer Baugruppe lässt sich ebenfalls testen und bewerten.

Mit welchem 3D-Drucker die Dateien verwendet werden, entscheidet der Anwender selbst. Für eine erste Einschätzung der Bauteile reicht meist eine Produktausgabe am günstigen Filament-Drucker aus dem Homeoffice-Bereich. Sollen beispielsweise Dickenschwindungen auf glatten Oberflächen bewertet oder die Passgenauigkeit zu anderen Bauteilen getestet werden, empfiehlt sich der Einsatz eines hochauflösenden industriellen 3D-Druckers. Cadmould 11 liefert mit dem Unwarp-Modul die universellen Daten für alle Anwendungen ohne Umwege aus der Simulation heraus.

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