Blasform-Entlüftung

Da geht dem Werkzeug die Luft aus

Mit der speziellen Lösung zum Entzug der Luft aus dem Blasformwerkzeug können die Zykluszeiten verkürzt werden.

In dem Moment, in dem sich die Blasform um den extrudierten Schlauch schließt und Luft in den Schlauch gegeben wird, um ihn aufzublasen und an die Formwandung zu pressen, muss die Luft, die sich zwischen Schlauch und Blasformhälften befindet, entweichen. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, sind herkömmliche Werkzeuge häufig mit Düsen an den Trennebenen versehen, über die die Luft entweichen kann oder mit Hilfe von Vakuum abgesaugt wird. Nachteil dieser Lösung ist jedoch, dass die Luft punktuell abgesaugt wird und bei Vakuumeinsatz kleine Abdrücke auf dem Formteil verbleiben.

Eine neue Lösung für dieses Problem wurde für die Blasform eines 20-Liter-Kanister entwickelt: Hier geschieht die Entlüftung, die optional mit Vakuum verstärkt werden kann, in den vier Ecken der Form. Über die gesamte Höhe der Formecke ist ein Vakuumschlitz eingebracht, aus dem die Luft entweichen kann. So entstehen keine Abdrücke auf dem Formteil, und die Luft findet schnell einen Weg nach außen.

Die Zykluszeit, die beim Extrusionsblasformen wesentlich von der Kühlzeit in der Form abhängt, lasse sich mit der neuen Form deutlich senken. Damit sollen sich die Mehrkosten schnell amortisieren. Ein weiterer Zusatznutzen: Dank austauschbarer Ecken lassen sich unterschiedliche Designs eines Hohlkörpers realisieren, was dem Verarbeiter erhöhte Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bringt.

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