Bierflaschen aus PET

Hier ist oben unten

Der Vertrieb von Bier in Kunststoff flaschen kommt, zumindest in Deutschland, nicht so recht in Gang. Aber die Werkstoff- und Fertigungsspezialisten bleiben am Ball und generieren Flaschen, die neugierig machen.

Das Auge trinkt sozusagen mit. Nur so ist der Erfolg weißer Bierflaschen zu erklären, die aus rein fachlicher Sicht eher ungeeignet sind. Und in jüngster Zeit versuchen die Vertreter der Glasfraktion mit einer leicht gewölbten statt zylindrischen Flaschenform den Konsum anzukurbeln.

Nun hält ein weiteres Novum Einzug in den Biermarkt, mit dem sich Brauereien vom Wettbewerb abheben können, diesmal jedoch aus Kunststoff: Auf der Brau Beviale im November 2008 verteilte Sidel Sammler-Bierflaschen aus PET. Der Clou bei dieser Neuentwicklung: Die Flasche steht buchstäblich Kopf – und bricht auch sonst mit herkömmlichen Formen und Materialien von Bierverpackungen. Schlichte, klare Linien und ein versteckter Verschluss – auf den ersten Blick sieht die Verpackung nicht wie eine Flasche aus. Dreht man sie jedoch um und zieht die Überkappe ab, lüftet sich das Geheimnis: Es handelt sich um eine Flasche, die Kopf steht. Richtig herum gedreht und auf die Überkappe gestellt, wird sie zu einem Glas mit Stiel. Die Flasche ist mehr als Verpackung. Sie sei ein Objekt, das dem Bierliebhaber spielerisch, multifunktional und attraktiv zu einem ganz neuen Trinkgefühl verhelfe. Bleibt zu hoffen, dasr der spielerische Effekt und das neue Trinkgefühl auch nach der einen oder anderen geleerten Flasche noch vorhanden sind.

Anzeige

Grundsätzlich tun die Kunststoffspezialisten genau das richtige: Statt ein Produkt aus einem anderen Material, hier ist es natürlich Glas, zu imitieren, wird ein neues Produkt mit neuen Funktionen geschaffen und damit das Potenzial des Werkstoffs ausgeschöpft. Außerdem wird über das Design definiert, dass Kunststoffe nicht nur im Low-End-Segment eine Zukunft haben.

Im dynamischen Biersektor legen sowohl die hier vertretenen Industrieriesen als auch die vielen Familienbetriebe typischerweise eine große Innovationsfreude an den Tag. Die Entwicklung neuartiger Verpackungsstandards dagegen durchläuft längere Zyklen. Glas und Metall beherrschen seit fünfzig Jahren den Markt. Die Kunststoffflasche bietet jedoch einige Vorteile gegenüber den marktüblichen Materialien: PET ermöglicht unkonventionelle Formen bei gleichzeitig wirtschaftlicher Produktion. Für Brauereibetriebe, die mehr Abwechslung in ihr Marketing bringen wollen, kann PET eine Lösung sein.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Internationaler Formenbau

Neuer COO bei Haidlmair

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2020/21 am 1. April hat Heinz Klausriegler die Position des COO beim Formenbauer Haidlmair im österreichischen Nußbach erweitert. Er führt somit in einer Doppelspitze mit Mario Haidlmair, der weiterhin als CEO fungiert.

mehr...

Gegen Corona

Schutzmasken-Werkzeug im Eiltempo produziert

Schutzmasken braucht das Land. Ein deutscher Kunde des österreichischen Formenbauers Haidlmair möchte in Kürze eine neuartige Schutzmaske produzieren und hat dafür ein Werkzeug geordert. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine zweiteilige Maske...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Qualitätssicherung

Haidlmair übernimmt Testify

Den Linzer Softwareanbieter Testify, Entwickler der gleichnamigen Software zur digitalen und mobilen Qualitätssicherung, wird komplett vom Formenbauer Haidlmair übernommen. Bislang war Testify eine Tochter von Dataformers, an dem Haidlmair mit einem...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige