Sensoren Forminnendruck-Überwachung

112 Sensoren und eine Form

Eine lückenlose Qualitätsüberwachung soll die Ausrüstung einer 96-fach Form mit Innendrucksensoren in Kavitäten und Verteilern garantieren.

Derzeit werden zwei 96-fach-Spritzgießwerkzeuge für Komponenten von Insulin-Pens mit Drucksensoren zur Qualitätsüberwachung ausgerüstet. Jede der 96 Kavitäten und jeder der 16 Verteiler werden mit einem Sensor bestückt, so dass jedes Werkzeug insgesamt 112 Sensoren aufweist. Ziel des Einsatzes von Werkzeuginnendrucksensoren beim Spritzgießen dieser medizintechnischen Teile aus Polypropylen ist die Sicherstellung der Null-Fehler-Produktion.

Die verwendeten Sensoren vom Typ 6183A… bieten laut Hersteller mit nur 1 Millimeter den kleinsten bisher verfügbaren Frontdurchmesser an Werkzeuginnendrucksensoren. Der Formenbauer passt die Frontflächen der Sensoren an die Kontur der Kavitätenwand an. Dabei werden die in die Werkzeugeinsätze eingepassten Sensoren zusammen mit den Werkzeugeinsätzen durch Erodieren bearbeitet.

Dank der Single-Wire-Technik lassen sich 112 Sensoren in ein kompaktes und komplex aufgebautes Spritzgießwerkzeug integrieren. Mit einer Schneid-Klemm-Technik ermöglicht sie eine einfache und schnelle Montage und Demontage von Sensorkabeln ohne zusätzliches Werkzeug.

Speziell entwickelte Hochkanal-Ladungsverstärker übertragen die Messdaten digital an das Prozessanalysesystem Dataflow. Es bietet Funktionen zur Visualisierung, Überwachung und Dokumentation des Spritzgießens auf Basis des Werkzeuginnendruckverlaufs für jeden Zyklus in allen Kavitäten. Der Werkzeuginnendruckverlauf beim Spritzgießen gilt als Fingerabdruck der Formteilbildung. Er ist eine aussagekräftige Größe zur Beurteilung der Formteilqualität. Als fehlerhaft oder nicht qualitätskonform erkannte Teile werden über eine Ansteuerung von Ausschussweichen oder Robotern aussortiert.

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