Düsen für LSR-Verarbeitung

LSR-Verarbeitung mit Reserven

Liquid Silicone Rubber, kurz LSR, ist eine Werkstoffgruppe mit Wachstumspotenzial. Neue Düsen und Handlingsysteme sollen dessen Verarbeitung wirtschaftlicher machen.

Das vollelektrische Entformhandling für den Einsatz an LSR-Spritzgießmaschinen soll besonders exakt und feinfühlig bei Entnahme und Transport auch filigraner oder kleiner Artikel arbeiten.

Für die Maße eines LSR-Werkzeugs ist oftmals nicht die Größe der Spritzteile ausschlaggebend, sondern der benötigte Düsenabstand für den Kaltkanal. Änderungen in diesem Bereich führen nicht nur zu effektiveren Werkzeugdimensionen – eventuell mit der Möglichkeit auf eine kleinere Maschine zu gehen. Damit sinken die Kosten für Werkzeugbau und Teileherstellung, die Wirtschaftlichkeit der Produktion lässt sich nachhaltig erhöhen.

Der Einsatz der Rico-Doppeldüse macht nur die Hälfte der bisher eingesetzten Kaltkanaldüsen in den Werkzeugen notwendig. Das beeinflusse den thermischen Haushalt der Form positiv und stabilisiere ihn. Das senke auch den Energieverbrauch und verbessere Ausbringung und Qualität der Spritzteile, versichert der Hersteller, und nennt ein Beispiel: Ein 256-fach Werkzeug kann verglichen mit einer 128-fach Form in einer nahezu gleich bleibenden Größe realisiert werden, da zur Versorgung der 256 Kavitäten nur 128 Kaltkanal-Doppeldüsen eingesetzt werden müssen und der Nestabstand gleichzeitig geringer gehalten werden kann.

Komplett neu entwickelt und patentiert sei eine Düse, mit der Silikonartikel seitlich angespritzt werden können. Da der Platz für konventionelle Düsen in komplexen Werkzeugen oft nicht vorhanden ist, war die Umsetzung der seitlichen Anspritzung nur konsequent. Speziell im Bereich 2K-Werkzeuge bringe die neue Technik innovative Gestaltungsmöglichkeiten für komplexe Bauteile. Aber auch für Standard-Silikonanwendungen seien die neuen Düsen gut geeignet. Einsätze bieten etwa Applikationen, bei denen die Dichtfläche nicht direkt angespritzt werden darf. Auch diese Technologie erlaubt ein energieeffizientes und gleichzeitig wirtschaftliches Arbeiten.

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Sind die Teile produziert, ist häufig deren automatisches Handling erforderlich, um die Produktion effizient zu gestalten. Dabei helfen soll ein servoelektrisch und direkt angetriebenes System, also ohne Pneumatik oder Druckluft. Damit ist es prädestiniert für den Einsatz auch in Reinräumen wie in der Medizintechnik. Die Längsbewegung übernimmt ein Zahnriemen, die Verfahrwege sind anwendungsabhängig anpassbar. Flexibel aufgebaut ist besonders der Aufnahmebereich des Servo-Robots. Unterschiedliche Positionen und Punkte können nicht nur mit geringer Wiederholtoleranz, sondern auch mit einstellbaren Geschwindigkeiten bis drei Meter pro Sekunde angefahren werden. Damit lassen sich auch komplexe Bewegungsabläufe optimiert innerhalb kurzer Zykluszeiten ausführen. Die Handlingeinheit baut kompakt direkt über der Schließeinheit der Maschinen auf und entnimmt die Teile vertikal. Diese platzoptimierte Auslegung ist wie auch der energiesparende Einsatz ein weiteres wichtiges Argument, das für eine reibungslose Integration in ein automatisiertes Fertigungsumfeld gerade auch in der Reinraumproduktion spricht.

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