Powerstroke FSK

Formschließsystem der anderen Art

Ein neues System zum Schließen und Zuhalten von Formen und Werkzeugen soll bisherige Lösungen wie mechanische Kniehebel, große Hydraulikeinheiten oder hochpräzise und verschleißfeste Sonderkonstruktionen in Form von Zahnstangen ablösen. Weniger konstruktiver Aufwand und geringere Kosten sind das Ziel.

Zwei-Platten Formträger mit Powerstroke Bauart FSK (unterhalb der Platten) auf vier Säulen.

In der Regel müssen die Formhälften einen weiten Öffnungsweg realisieren und mit hoher Kraft geschlossen werden. Somit werden an einen Antrieb zwei völlig unterschiedliche Anforderungen gestellt: zum einen ein großer Weg mit kleiner Kraft (Öffnen/Schließen) und zum anderen ein kleiner Weg mit sehr großer Kraft (Zuhalten). Der Powerstroke FSK von Sitema ist eine Klemmeinheit mit integrierter Kurzhubfunktion für Stangen. Er basiert auf Komponenten der bekannten Klemmköpfe des gleichen Herstellers. Die Klemmkraft wird von einem Tellerfederpaket initiiert und über konische Flächen auf die Klemmstange übertragen. Dabei wird das Funktionsprinzip der selbstverstärkenden Klemmung genutzt, wodurch die hohen Schließkräfte an glatten Stangen erst möglich werden. Gelüftet wird der Formschließkopf ebenfalls hydraulisch. Dazu liefert er auch eine gewisse Kraft in Öffnungsrichtung, die zum Beispiel zum Öffnen der Form benützt werden kann.

Eingesetzt werden diese Einheiten typischerweise bei Formpressen zum Schließen und Erzeugen der Presskraft oder bei Spritzgießformen zum Schließen und Erzeugen der Schließkraft. Der Formschließkopf arbeitet unabhängig von allen Systemen zur Realisierung des Öffnungswegs von Formen und Werkzeugen, egal ob mechanisch, hydraulisch oder servomotorisch. Da diese Elemente dann nicht mehr die hohen Kräfte aufbringen müssen, können sie entsprechend kleiner ausgelegt oder einfacher ausgeführt werden. So spart der kompakt bauende Formschließkopf nicht nur wertvollen Bauraum sondern ist, so der Anbieter, auch im Kostenvergleich attraktiv. Im Einsatz an Spritzgießmaschinen zeigen sich unter anderem folgende Vorteile: Zuerst führt sind die damit erreichbare gute Zugänglichkeit der Maschine zu erheblich kürzeren Werkzeugwechselzeiten. Weiterhin bauen die Gesamtmaschinen mit diesem System bedeutend kleiner als mit klassischen Kniehebeln.
Im praktischen Einsatz bereits bewährt seien auch vertikale Lösungen, bei denen die Klemmstange erst kurz vor dem Klemmen ins Gehäuse eintaucht und es beim Öffnen wieder verlässt. Das ermögliche kostengünstige Gesamtlösungen, da der Antrieb für den großen Öffnungshub nicht mehr die hohe Schließkraft übernehmen muss. Das System ist aktuell für Stangendurchmesser von 45 bis 200 Millimeter und Schließkräften bis 1800 kN erhältlich. Außerdem werden spezielle pneumatische Versionen angeboten.

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