TLM T 800/400

Völlig von der Rolle

Das Inline-Thermoformen in Verpackungsanwendungen senkt die Komplexität der Formen und die Kosten der Verarbeitung.

Die Herstellung von Kunststofftrays und Blistern in der Verpackungsmaschine bietet einen großen logistischen Vorteil: Die Folienrollen, aus denen die Trays geformt werden beanspruchen weit weniger Lagerraum als vorgefertigte Formteile. Auf entstapelfähige Trays kann verzichtet werden und somit entfallen auch die damit behafteten Probleme. Es handelt sich also um eine Trayproduktion in der Verpackungsmaschine völlig von der Rolle.

Die von Schubert entwickelten Thermoform- und Siegel-/Stanzaggregate ermöglichen Verpackungsprozesse, in denen geformt, befüllt, gesiegelt und gestanzt wird. Ebenso ist Formen, Stanzen, Befüllen und Kartonieren als Verfahrensweise möglich. Beides kann in einer Maschine betrieben werden. So können auf einer Verpackungslinie für Pharmaanwendungen Ampullen, wie sie das Bild in der mittleren Spalte zeigt, in Klemmtrays gelegt werden. Auftragsbezogen ist wahlweise auch das Versiegeln der Trays mit Deckelfolie möglich oder, durch schnellen Formatwechsel, das Verpacken von Vials, siehe Bild unten, in Trays. Alle Trays können im weiteren Verlauf der Anlage ein- oder mehrlagig kartoniert werden. Selbst das Verpacken von Applikatoren, wie Inhaleren ist durch einfache Formatumstellung wählbar.

Alle prozessrelevanten Bewegungen laufen, gesteuert von der VMS-Steuerung, servomotorisch ab. Die Prozessanalyse der Maschinensteuerung ermöglicht das Optimieren aller Parameter, wie Vorstreckstempelbewegung, Ablaufzeiten des Umformdruckes oder des Vakuums.

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Die Kombination Siegeln und Stanzen oder auch nur das Stanzen mit Ultraschall bringt hohe Formatflexibilität. Bei dem Verfahren wird maschinenseitig ein Sonotrodenteppich von 400 × 300 Millimeter verwendet, darunter lässt sich nahezu jedes Stanz- und Siegelbild unterbringen. Mit 20.000 Hertz mal in der Sekunde hämmert der Sonotrodenteppich auf den Verbund aus Boden- und Deckelfolie, der auf einem Amboss, dem Gegenlager ruht. Bei reinen Stanzanwendungen wird nur gegen die Bodenfolie gehämmert. Die Schwingungen erzeugen in den Fügeflächen Wärme. Die Siegelsichten schmelzen auf und verbinden sich. Die in den Amboss eingearbeitete Stanzlinie dringt aufgrund der Wärme mit geringem Kraftaufwand durch den Folienverbund und trennt so die Packung aus der Restfolie, dem Stanzgitter.

Die sich nun frei im Ambosswerkzeug befindlichen versiegelten Packungen oder gestanzten Trays entnimmt ein Roboter und legt sie auf einem Band oder in einen Vakuumtransporteur ab. Amboss- und Thermoformwerkzeuge lassen sich mit wenigen Handgriffen wechseln. So machen diese Anlagen Sinn, wenn viele Produkte in viele verschiedene Formate verpackt werden sollen. Die mit dieser Anlage erreichbare Flexibilität kann auch bei kleinerern Losen für nachhaltige Kostensenkung sorgen.

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