Heißkanalüberwachung

Heißkanal effizient auf Leckagen überwachen

Neu- und Altwerkzeuge für höhere Prozesssicherheit ausrüsten. Für Neuwerkzeuge oder zur Nachrüstung in vorhandenen wird ein Leckage-Überwachungssystem angeboten, dass nun in überarbeiteter Form auf den Markt kommt.

Heißkanalschäden verursachen enormen Wartungsaufwand, beschädigen mitunter weitere Werkzeugkomponenten und verursachen teure Produktionsausfälle. (Bild: WF Plastic)

Unter dem Namen Hot Runner Monitor Newline soll die neue Generation hinsichtlich der Grundfunktionen mit der bisherigen Version kompatibel sein, so dass auch bei bestehenden Werkzeugeinbauten die Funktion ohne Anpassungen gegeben ist. Neu dagegen sei die einfachere und moderne Bedienung und der 7-Zoll TFT-Touchscreen mit weiteren Features. Die Elektronik sei vorgerüstet für die künftige, standardisierte Vernetzung mit dem gesamten Spritzgießprozess.

Der Einbau in die Spritzgießformen gestalte sich durch optimierte Materialien und gut abgestimmte Einbauhilfen relativ einfach. Sowohl Neuwerkzeuge als auch bestehende Spritzgießwerkzeuge können laut Hersteller problemlos ausgerüstet werden. Dank der Zusammenarbeit mit Heißkanalherstellern sei der Einsatz einfach. Zusätzliche Hilfen beim Einbau durch fachkundiges Personal werden darüber hinaus als Servicepaket angeboten. Der Verarbeiter kann den Werkzeugeinbau über die Konstruktion direkt integrieren, als Einzelkomponenten oder abgestimmte Werkzeugeinbausätze.

Die neue Generation der Leckageüberwachung soll die sehr einfache Bedienung und gewährleisten und künftige, standardisierte Vernetzung mit dem gesamten Spritzgießprozess gewährleisten. (Bild: WF Plastic)

Heißkanal-Undichtigkeiten können unterschiedliche Ursachen haben. Tendenziell nimmt das Leckagerisiko mit höherer Komplexität des Spritzgießartikels zu. Häufig verursacht auch die moderne Werkzeugtechnik, mit Tandem-Werkzeugen oder schwimmenden Lagerungen der Heißkanäle, Fehlerquellen. Undichtigkeiten werden vom Bedienpersonal oder durch die Überwachung von Prozessparametern in der Regel nicht oder nur spät erkannt. Hier setzt der Hot Runner Monitor an. Mit dem Leckageüberwachungssystem werde ein Schmelzeeintritt in die Werkzeughohlräume frühzeitig und sicher erkannt und eine Fehlermeldung an die Maschinensteuerung übermittelt.

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Für die exakte Lokalisation einer Heißkanalleckage leiten flexible Edelstahlrohre einen im Millibar-Bereich wirkenden Luftstrom an das Heißkanalsystem. Im Falle einer Leckage verschließt die ausströmende Kunststoffschmelze das Edelstahlrohr und der Widerstand im System steigt schlagartig an. Sofern die Messeinheit abweichende Druckwerte von minimal plus 30 Millibar bis minus 60 Millibar ermittelt, detektiert der Monitor. Ein optisches Alarmsignal wird generiert. Das Signal wird an die Steuerung der Spritzgießmaschine transferiert und die Maschine stellt sich beispielsweise nach Zyklusende auf Störung. Bis 32 Messstellen können mit einem System abgefragt werden. Die neue Bedieneinheit stellt die Messwerte in vier Skalen digital und analog dar.

Der Einbau der Leckageerkennung in das Werkzeug sei vergleichsweise einfach, es stehen aber auch entsprechende Servicepakete zur Verfügung. (Bild: WF Plastic)

Bei Werkzeugen mit Heißkanaltechnik führen Leckagen zu längerem Produktionsausfall. Die Ausfallkosten und Reparaturen liegen typischerweise weit über den Anschaffungskosten der Detektionstechnik. Die Folgen, wie Produktionsausfall, Reparatur und nicht zuletzt die Lagerbevorratung von Ersatzteilen, sind sehr teuer.

Unter Praxisbedingungen treten schleichende Leckagen und komplette System-Undichtigkeiten immer wieder auf. Je nach Material, Einspritzdruck und Größe der Leckage, fließt der Kunststoff am Heißkanalsystem entlang und kann so den gesamten Bereich des Heißkanalsystems überspritzen. Für den Kunststoffverarbeiter stellt sich daher die Aufgabe, Heißkanalleckagen möglichst frühzeitig zu erkennen. Der Hot Runner Monitor amortisiere sich bereits nach der ersten Leckageerkennung. Die Anschaffung des Prüfgeräts und die Werkzeugeinbaukosten seien deutlich niedriger als die direkten und indirekten Kosten eines Werkzeugschadens durch eine Heißkanalleckage.

Fakuma 2017, Halle B4, Stand 4404

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