Kunststoff schlägt Metall

Mit 3D-Druck zu schneller zu Vorrichtungen und Werkzeugen

Den Bau von Großformatdruckern hat das japanische Unternehmen Ricoh mit Einsatz der 3D-Druck-Technologie effizienter gemacht: Statt Vorrichtungen, Hilfsmittel und Werkzeuge spanend aus Metall zu fertigen, entstehen die nun kurzfristig auf einem Großformat-Drucker.

Montage eines elektronischen Bauteils mit einer 3D-gedruckten Halterung aus antistatischem ABS. (Bild: Stratasys)

Ricoh entwickelt und fertigt Bürogeräte wie Kopierer, Faxgeräte und Projektoren. Aufgrund des harten Wettbewerbs in der Elektronikbranche suchte das Unternehmen nach neuen Möglichkeiten für schnellere Produkteinführungen bei gleichbleibenden oder geringeren Herstellungskosten.

Mit der Umstellung von Metall auf ein robustes ABS, dass auf einem 3D-Drucker des Typs Stratasys Fortus 900mc verarbeitet wird, verringerte Ricoh die Beschaffungszeit von Bauteilen für Vorrichtungen und Werkzeuge von typischerweise zwei Wochen auf einen Tag. Als Nebeneffekt wurden außerdem die Gewichte verringert.

Mit Vorrichtungen aus dem 3D-Drucker sorgt Ricoh für eine Produktivitätssteigerung seiner Fertigungsanlage. (Bild: Stratasys)

Da regelmäßig eine hohe Anzahl neuer Bauteile zu fertigen sind, war ein hoher Zeit- und Arbeitsaufwand erforderlich, um die jeweils erforderlichen Hilfsmittel und Vorrichtungen zu produzieren. Mit der zunehmenden Komponentenanzahl zog sich dieser manuelle Prozess noch mehr in die Länge. Mit Hilfe des 3D-Drucks können die erforderlichen Vorrichten nach Bedarf gefertigt werden. Nicht zu unterschätzen ist auch in den Anwendungen von Ricoh die Möglichkeit, im 3D-Druck auch sehr komplexe Geometrien mit Hohlräumen und vergleichsweise einfach zu erzeugen.

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Das Material – ABS – aus dem die Vorrichtungen gefertigt werden, ist robust und antistatisch. Dies ist angesichts der großen Anzahl von Elektronikkomponenten, die bei montiert werden, wichtig und ergänzt die Vorteile der 3D-Drucktechnologie.

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