Leichtfließendes PEEK

In die Spitze getrieben

Für die Produktion dünnwandiger und konisch zulaufender Trichterspitzen setzt ein US-amerikanischer Formenbauer auf ein leicht fließendes PPE, um eine sicher Formfüllung zu erreichen.

Festigkeit des Produkts und Prozesssicherheit sind zwei der Kernanforderungen bei der Produktion von Spitzen, die mit einer Wanddicke von 0,4 Millimetern, die sich über eine Fließweglänge von 12 Millimetern auf 0,2 Millimeter verringern. Eingesetzt wird PEEK 90G, ein ungefülltes Granulat aus der 90er-Serie von Victrex.

Verfügbar als ungefüllte, karbon- oder glasfaserverstärkte Varianten können diese Polymere in einigen Anwendungen Metalle, Duroplaste und Keramik ersetzen. Hierbei können, so der Anbieter, Gewichtseinsparungen bis 80 Prozent und eine höhere Zuverlässigkeit erzielt werden, bedingt durch die inhärenten thermischen und mechanischen Eigenschaften des Werkstoffs. Mit einem Füllstoffanteil bis 60 Gewichtsprozent sollen diese Werkstofftypen aufgrund ihrer Kombination von Materialeigenschaften und Verarbeitbarkeit Werkstoffe wie Flüssigkristallpolymere (LCP), Polyphenylensulfide (PPS) und Keramik übertreffen. Durch schnelle Kristallisation und Schmelzefluss beim Spritzgießen können Zykluszeiten verkürzt und Herstellkosten reduziert werden. Die PEK-Polymere weisen hohe Chemikalien- und Hydrolysebeständigkeit auf und zeigen nur geringfügigen Verlust an Zug- oder Biegefestigkeit nach Auslagerung bei 200 Grad Celsius in 1,4 MPa Dampf für mehr als 2500 Stunden. Dank guter Temperaturbeständigkeit eignen sie sich zudem für elektrische Anwendungen.

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Produziert werden aus den Werkstoffen beispielsweise Schellen, Klemmen, Abstandshalter und Befestigungselemente sowohl für Flugzeuge als auch Fahrzeuge, in denen sie das Gewicht und damit den Treibstoffverbrauch senken. Im Elektronikbereich werden sie in Steckern, Sensoren, Schaltern, Spulen und Kondensatoren eingesetzt. Sie zeichnen sich durch geringe Ausgasung, hohe Zähigkeit und Bindenahtfestigkeit aus. Außerdem halten sie dem bleifreien Lötprozess stand, bei dem Temperaturen bis zu 280 Grad Celsius erreicht werden.

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