Anwendung Böllhoff

Heißkanal verbindet

Zur Produktion der Elemente des Verbindungssystems Snaploc werden Heißkanalsysteme eingesetzt, die den sehr unterschiedlichen eingesetzten Werkstoffen gerecht werden.

Das zweiteilige Verbindungs- beziehungsweise Befestigungssystem, ein Produkt von Böllhoff, besteht aus je einem Kugelbolzen und einer Kupplung. Das System basiert auf dem Prinzip einer Schnappverbindung: In der Kupplung ist eine Kugelpfanne ausgebildet, in die der Kugelbolzen einschnappt. Durch einfaches Aufstecken wird die Verbindung hergestellt, gelöst wird sie durch Abziehen ohne Montagewerkzeug. Anwendungen finden sich unter anderem in der Automobilindustrie, im Anlagen-, Heizungs- und Ladenbau, in der Medizin und Filtertechnik. In der Automobilindustrie dient das System beispielsweise als Heckenleuchtenbefestigung. An der Rückseite der Heckleuchte werden zwei Kugelbolzen eingebracht, die entsprechenden Kupplungsteile befinden sich an der Karosserie.

Von 2-fach Versuchsformen bis zum 24-fach System mit Heißkanälen von Heitec sind verschiedene Formen im Einsatz. Ursprünglich wurden die Kupplungen dieses Systems nur mit einem Kalt-Verteiler hergestellt. Um das bessere Füllen der Artikel zu gewährleisten, wurde auf die mit Heißkanälen umgestellt. Die Kosteneinsparung durch geringeren Materialverbrauch und kürzere Zykluszeiten spielten dabei nach Anwenderangaben nur eine untergeordnete Rolle. Ausschlaggebend sei der Faktor Qualität gewesen.

Anzeige

Genutzt wird eine direkte, zentrale Anspritzung der Kupplungen. Der Einsatz von Nadelverschlusssystemen ist bei dieser Anwendung nicht erforderlich. Die hier verwendete First-Line-Tip Düse mit gelöteter Spitze, ermöglicht saubere Abrisse, die den Qualitätsanforderungen gerecht werden. Die unterschiedlichen Wanddicken des Artikels spielen keine Rolle mehr. Darüber hinaus ermögliche der Einsatz dieser Düse enge Toleranzen sowie eine Berücksichtigung der materialbedingten hohen Ansprüche an den Artikel.

Weil diese Düsenart für verschiedene Kunststoffe geeignet ist, können thermoplastische Elastomere (TPEV) zur Herstellung der Kupplung eingesetzt werden, die den Anforderungen an die thermischen und mechanischen Eigenschaften sowie der Medienbeständigkeit gerecht werden. Die Kupplung wird aus unterschiedlichen TPEV-Rezepturen gefertigt und deckt damit die Bandbreite der Shorehärten A und D ab. Das gewählte Material verfügt über gute mechanische Eigenschaften und ist für Temperatur-Einsatzbereiche von –40 bis 130 Grad Celsius geeignet.

Die Kugelbolzen werden hingegen aus technischen Kunststoffen bis hin zu Hochleistungspolymeren realisiert. Hier stehen die thermische Genauigkeit und die exakte Balancierung der Heißkanalsysteme im Vordergrund. Da es sich um automatische Fertigungsprozesse handelt, ist es möglich über Unterverteiler anzuspritzen.


K 2010, Halle 1, Stand C41

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Easybus V

…und sitzt fest

Die flexible Standardlösung – auch für geringste Bauteildicken Viele Bauarten von Metallclips soll eine neue Speziallösung aus Kunststoff ersetzen, dabei auch besonders geringe Bauteildicken ermöglichen und beschädigungsfrei arbeiten.

mehr...

Heißkanal

Heißkanal – fast 30 Jahre im Einsatz

Erst knapp 30 Jahre nach Inbetriebnahme registrierte die TG Kunststofftechnik das erste Problem am Heißkanalsystem eines noch immer eingesetzten Spritzgießwerkzeugs – und rührt damit an den Anfängen des Heißkanalbauers.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Internationaler Formenbau

Neuer COO bei Haidlmair

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2020/21 am 1. April hat Heinz Klausriegler die Position des COO beim Formenbauer Haidlmair im österreichischen Nußbach erweitert. Er führt somit in einer Doppelspitze mit Mario Haidlmair, der weiterhin als CEO fungiert.

mehr...
Anzeige

Gegen Corona

Schutzmasken-Werkzeug im Eiltempo produziert

Schutzmasken braucht das Land. Ein deutscher Kunde des österreichischen Formenbauers Haidlmair möchte in Kürze eine neuartige Schutzmaske produzieren und hat dafür ein Werkzeug geordert. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine zweiteilige Maske...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Qualitätssicherung

Haidlmair übernimmt Testify

Den Linzer Softwareanbieter Testify, Entwickler der gleichnamigen Software zur digitalen und mobilen Qualitätssicherung, wird komplett vom Formenbauer Haidlmair übernommen. Bislang war Testify eine Tochter von Dataformers, an dem Haidlmair mit einem...

mehr...