Veranstaltung zum 3D-Druck

5000 Besucher zur Rapidtech und Fabcon 3D

208 Aussteller aus 14 Ländern sowie knapp 5000 Besucher (2017: 4800) meldet die Messe Erfurt als wichtigste Eckdaten der soeben beendeten Kongressmesse Rapidtech und Fabcon. Auch inhaltlich habe die Veranstaltung überzeugt.

Das Turbinenmodell zeigt einige der Möglichkeiten moderner 3D-Drucksysteme eindrucksvoll auf. (Bild: Messe Erfurt)

„Aussteller und Besucher berichten über qualitativ hochwertige Gespräche an den Ständen und ebensolche Vorträge in den verschiedenen Foren. Das Netzwerk der Additive-Manufacturing-Familie ist mit dieser Veranstaltung weiter gewachsen“, betonen die Vorsitzenden des Fachbeirats, Michael Eichmann von Stratasys, und Gerd Witt von der Universität Duisburg-Essen.

Impulse dafür vermittelten nicht zuletzt Vertreter renommierter Global Player, die zu Keynote-Vorträgen nach Erfurt gekommen waren. Den Auftakt setzte am ersten Veranstaltungstag Dominik Rietzel von BMW, der die additive Roadmap des Automobilherstellers unter anderem an Beispielen für den I8 Roadster und das personalisierte Produktprogramm für den Mini vorstellte. Am zweiten Tag wurde mit Scott Crump ein Pionier des 3D-Drucks begrüßt. Der Erfinder der Fused Deposition Modeling (FDM)-Technologie und Gründer von Stratasys zeigte die Vision einer automatisierten, skalierbaren additiven Fertigung auf, die weltweit an verteilten Standorten über Cloud-Lösungen realisiert wird. Den Schlusstag eröffnete Christoph Wangenheim, Manager Additive Technologies beim GE-Unternehmen Baker Hughes. Er beschrieb, weshalb Additive Manufacturing ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für die Erdöl- und Erdgasindustrie ist und welche besonderen Herausforderungen bezüglich Korrosion, Festigkeit und Zuverlässigkeit des Equipments gelöst werden müssen. Die Themen der Keynotes wurden von 94 Experten aus Industrie und Forschung in der Anwendertagung sowie in zehn branchen- und technologiespezifischen Fachforen vertieft.

Anzeige
In vielerlei Hinsicht ein Vorreiter bei 3D-Druck Anwendungen ist die Medizintechnik. (Bild: Messe Erfurt)

Die Qualität der Erfurter Veranstaltung resultiert, so der Veranstalter, aus einer über 15 Jahre gewachsenen kontinuierlichen Zusammenarbeit von Partnern aus der deutschen Wirtschafts- und Hochschullandschaft, die das Thema 3D-Printing konsequent vorangetrieben haben. Diese „Urgesteine“ sowie weitere Impulsgeber und langjährige Aussteller wurden auf dem Galaabend zum 15-jährigen Jubiläum der Rapidtech geehrt. Im Gremium der 15 „Urgesteine“ entstand auch die Idee, die etablierte Industrie mit der Fabber- und Start-up-Szene des 3D-Drucks zu kombinieren und 2013 die Fabcon 3D ins Leben zu rufen. In diesem Rahmen wird jährlich der Start-up-Award ausgelobt, der 2018 an das Bioprinting-Unternehmen Cellbricks Berlin ging. Ebenso ist Erfurt die Plattform für den internationalen Designwettbewerb 3D Pioneers Challenge. 2018 fanden Einreichungen aus 17 Ländern von Europa bis Kanada, Japan und Indien den Weg nach Erfurt. In sieben Kategorien wurden die besten 3D-Druck-Designideen aus 32 ausgewählten Finalisten-Projekten gekürt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Schneller zum Bauteil

Verzug beim 3D-Druck simulieren

Eine neue Prozesssimulationslösung für die additive Fertigung (AM) soll den Verzug beim 3D-Druck präziser prognostizieren und somit die Optimierung im Vorfeld ermöglichen. Das Produkt ist in die End-to-End-Lösung von Siemens für die additive...

mehr...
Anzeige

Messe zum 3D-Druck

Formnext 2018 meldet Halle 3 ausverkauft

Rund zehn Wochen vor Messestart meldet Mesago, dass beide Ebenen der Messehalle 3 mit erwarteten 550 Ausstellern und 36.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vollständig belegt sind. Darunter sind 165 Neuaussteller aus 26 Nationen. Damit verzeichne...

mehr...