Verstärkte Werkstoffe

Auch problematische Fasern sicher dosieren

Nicht nur Glasfasern, sondern auch lange und unregelmäßige Fasern wie Naturfasern, Holzfasern, lange Karbonfasern oder Folienschnitzeln soll ein neuer Faserdosierer gleichmäßig zuführen können.

Der Faserdosierer ist für die präzise Dosierung auch komplexer Fasern und Flakes vorgesehen. (Bild: Brabender)

Eine der ersten Anwendungen für den bilden laut Brabender zerkleinerte Folienstreifen aus dem Folienrandbeschnitt. Dabei fällt sortenreiner Verschnitt an, dessen Weiterverwertung bislang umständlich war. Mit dem neuen Gerät können die Folienreste als Flakes in die Prozesskette zurück und der Folienfertigung zugeführt werden.

Ein anderes mögliches Einsatzgebiet sind Naturfasern. Sie sollen sich zuverlässig, genau und kontinuierlich für Füllmaterialien oder Wood-Plastics-Composites dosieren lassen. Ein weiteres Recyclingproblem entsteht bei Karbonfasern. Sie werden als Verstärkung von einer Rolle auf Bauteile laminiert. Dabei fallen regelmäßig Reststücke an, deren Entsorgung aufwendig und somit teuer ist. Mit dem Faserdosierer können die Reststücke sowie auch recycelte Fasern weiter- und wiederverwendet werden.

Möglich werde die Dosierung solch langer Fasern durch Verwendung einer speziellen Faserschnecke, eines großflächigen Steilwandbehälters und einer besonderen Rührwerksgeometrie und -platzierung. Dieser Aufbau bewirke eine Zwangsbefüllung der Schnecke Da das Fließverhalten der Produkte sehr unterschiedlich ist, wird jeweils eine individuelle Auslegung durchgeführt. Essenziell sei das Verhältnis der Schnecken- zur Rührwerksdrehzahl, das ein Contrller steuere. Auch hier werden die jeweiligen Werte individuell im Technikum ermittelt und bei der Inbetriebnahme eventuell nachjustiert

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K 2016, Halle 10, Stand A41

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