Faserverbundhalbzeuge im Test

Prepreg mit minimalem Flächengewicht

In seinem Labor zur Prepreg- und Organoblech-Herstellung fertigte Roth Composite Machinery Lightweight-Prepregs mit 75 g/m² Faserflächengewicht.

Laboranlage für Produktionstests ermöglicht Versuche, ohne die eigene Produktion zu unterbrechen. © Roth

Solche Faserverbundhalbzeuge mit vorimprägnierten, teilausgehärteten oder thermoplastischen Kunststoff-Matrizes können in späteren Arbeitsgängen zu fertigen Produkten weiterverarbeitet werden. Für den aktuellen Test mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von 15 m/min verwendete der Sondermaschinenbauer eine 12 K-Carbonfaser mit 800 tex Feinheit. Als Matrix kam Hot Melt Epoxy zum Einsatz und wurde mit 25 g/m² Harzflächengewicht zu einem 255 Millimeter breiten Prepreg verarbeitet. Aktuell bietet die Versuchsanlage eine Faserspreizeinheit mit Arbeitsbreite bis 600 Millimeter. Verarbeiten lassen sich Duromere und thermoplastische Matrixsysteme bei bis zu 400 °C.

Der Prozess mit der Rothabow-Technologie basiert auf der Kalandriertechnik mit zwei Kalandern. Versuche mit thermoplastischen und duromerischen Matrixmaterialien, mit Gelegen oder Geweben aller Fasersysteme etwa aus Carbon, Glas oder Aramid sind möglich. Das Unternehmen kann mit der Laboranlage mehrlagige Verbundwerkstoffe aus Geweben, Fasern und Folien herstellen. Ein Streusystem für die Verarbeitung von Pulver oder Granulat anstelle einer Folie ist integrierbar. Als Auftragssysteme für die Matrix stehen Kommarakel- und Foulardmethode zur Wahl. Darüber hinaus ist der Einsatz alternativer, kundenspezifischer Auftragswerke möglich.

Anzeige
Rund eine Million Euro investierte der Hersteller in die Laboranlage. © Roth

Die Anlage bietet ein Spulengatter mit 80 Spulenplätzen, acht Abwicklern, drei Aufwicklern sowie eine spezielle Faserspreizung. Messsysteme, etwa zur Schichtdickenmessung oder zur Oberflächeninspektion sind einfach integrierbar. Je nach Lagenschichtung und den Eigenschaften der Fasermaterialien ist die Herstellung von Prepregs in allen Dicken möglich.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Fasern und Beflockung

TITK-Tochter Smartpolymer baut aus

Der jüngste Spross der TITK-Gruppe Rudolstadt braucht mehr Platz: Bis Mitte 2020 errichtet die Smartpolymer eine Produktionshalle für rund 2,4 Millionen Euro. Smartpolymer wurde 2014 gegründet, um Neuentwicklungen aus dem Thüringischen Institut für...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite