Plattenprofil FBD 300

Das Beste von Zweien

Kunststoffe und Stahl beim Brückenschlag
Leichtbauweise: Die Kombination von Stahlträgern und GFK-Fahrbahnplattenprofilen erlaubt architektonisch ansprechende und wirtschaftliche Lösungen.
Attraktives Design und Wartungsarmut das sind laut Entwickler die herausragenden Eigenschaften der „Holländerbrücke“ in Reinbek bei Hamburg.



Deutschlands erste Brücke mit einer neuartigen Kombination aus Stahl und glasfaserverstärktem Kunststoff wurde unter Verwendung des Fahrbahnplattenprofils FBD 300 konstruiert. Streusalz und Witterungseinflüsse sollen dem GFK-Brückendeck der 98 Meter langen und 3,5 Meter breiten Holländerbrücke über die Hamburger Straße nichts anhaben können. Neben weiteren Vorteilen sei diese Eigenschaft für die Stadt Reinbek entscheidend gewesen, den Überbau aus einer Kombination aus Stahl und GFK in Auftrag zu geben.

Sven Rosenbaum, Projektleiter des Auftraggebers, rechnet damit, dass sich diese Bauweise künftig im Fußgängerbrückenbau durchsetzen wird. „Niedrige Gesamtkosten waren unser wichtigstes Kriterium für die Suche nach alternativen Lösungen. Bei konventionellen Brücken sind oft schon nach 15 bis 20 Jahren umfassende und teure Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich. Die Kunststoffbrücke soll einen Zeitraum von bis zu 80 Jahren ohne Reparatur überstehen“, erläutert Sven Rosenbaum vom Reinbeker Bauamt. Mit der filigranen Optik und der Leichtigkeit, mit der sich die Brücke ins Straßenbild einfügt, zeigt er sich ebenfalls zufrieden.

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Optimale Optik und Funktionalität

Die Architektur und Tragwerksplanung des Bauwerks übernahm das Planungsbüro Werner Sobek Stuttgart – unter anderem mit dem Ziel, die Forderung nach niedrigen Gesamtkosten über die Lebensdauer des Bauwerks mit ansprechender Integration ins Umfeld in Einklang zu bringen. Dr.-Ing. Heiko Trumpf: „Um eine wirtschaftliche Lösung zu erzielen, setzten wir auf möglichst korrosionsresistente Baustoffe, geringe Bauteilevielfalt sowie eine Modulbauweise. Letzteres erleichtert nicht nur die Montage, sondern auch eventuell notwendige Reparaturen durch Beschädigungen über die Lebensdauer. Die Kombination von Stahl und GFK erlaubt schlanke Konstruktionen mit dynamischen Elementen und differenzierter Farbgebung – optimal für Optik, Haptik und Funktionalität.“

Nach der Vormontage in einer Werkshalle wurde die Brücke in drei Abschnitten per Lkw nach Reinbek transportiert, wo sie mit einem Kran in kurzer Zeit auf den vorbereiteten Widerlagern und Pfeilern montiert wurde. Dabei wirkte sich das geringe Gewicht von GFK günstig aus. Die weitgehende Vormontage unter kontrollierten Bedingungen gewährleistet eine hohe Qualität in der Ausführung, die kurze Bauzeit vor Ort reduziert die Verkehrsbeeinträchtigung, was bei manchen Vorhaben ausschlaggebend ist und sich ebenfalls auf die Kosten auswirkt.

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