Leichtbau im Auto

Hydrolysebeständige Polyester für die Elektromobilität

Höhere Fließfähigkeit und weitere, die Verarbeitung prägende Parameter soll neuen Typen von Polyestern weitere Anwendungen eröffnen. Zudem stehen auch eine orange eingefärbte und eine flammgeschützte Variante zur Verfügung, die speziell in der Elektromobilität gefragt sein dürften.

Neue hydrolysebeständige Polyester dürften vor allem beim Bau von Elektro- und Hybridfahrzeugen gefragt sein. © BASF

Angesichts des steigenden Bedarfs der Automobilindustrie an hoch-beanspruchbaren Sensoren für den Ausbau der Elektromobilität und des autonomen Fahrens hat die BASF ihr Portfolio hydrolysebeständiger thermoplastischer Polyester der Marke Ultradur HR (hydrolysis resistant) weiterentwickelt. Die Sortimentserweiterung umfasst eine besonders fließfähige und laserbeschriftbare Type mit 30 Prozent Glasfaserverstärkung, eine hochsteife Type mit 50 Prozent Glasfaseranteil, sowie eine Variante, die die nächste Generation mit optimiertem Verarbeitungsverhalten repräsentiert. Diese Type ist ungefärbt, schwarz-laserbeschriftbar sowie in orange für Bauteile in Elektroautos verfügbar.

Mit ihren Ultradur HR-Typen bietet die BASF besonders widerstandsfähige PBT-Werkstoffe (Polybutylenterephthalat) an, die sich besonders für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen eignen. Damit ermöglichen sie eine lange Lebensdauer und Funktionstüchtigkeit von Auto-Bauteilen. Die HR-Produkte bieten außerdem eine deutlich erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber spannungsriss-auslösenden alkalischen Medien. Dies gilt auch für die neue Type B4331 G6 HR mit deutlich verbesserten Eigenschaften hinsichtlich Schmelzestabilität und Fließfähigkeit. In Tests habe der Werkstoff auch bei langen Verweilzeiten und hohen Temperaturen keinen Anstieg der Viskosität gezeigt – gute Voraussetzungen für eine stabile und problemlose Verarbeitung. Außerdem kann das Material orange (RAL 2003) eingefärbt werden, um damit Hochvoltsteckverbinder für Elektroautos herzustellen. Aufgrund der für PBT ungewöhnlich hohen Kriechstromfestigkeit können Steckverbinder kleiner ausgelegt werden und halten trotzdem den höheren Spannungen in Elektrofahrzeugen stand. So lassen sich Kosten und Bauteilgewicht einsparen.

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Die schon verfügbare Typen-Reihe mit 30 Prozent Glasfaserverstärkung wurde um die besonders fließfähige und laserbeschriftbare Variante erweitert. Damit lassen sich besonders dünnwandige Bauteile und solche, die ein hohes Fließweg-Wanddicken-Verhältnis haben, einfacher produzieren.

Die neue Variante Ultradur B4330 G10 HR ist mit 50 Prozent Glasfasern gefüllt. Es kann deshalb zu Bauteilen verarbeitet werden, die Feuchtigkeit und hohen Temperaturen (160 Grad Celsius, kurzzeitig bis 180 Grad Celsius) ausgesetzt sind und dabei eine hohe Steifigkeit bewahren müssen, beispielsweise Steuergeräte in der Ladeluftstrecke. Das Material erreicht zwischen 140 und 180 Grad Celsius beinahe das Eigenschaftsniveau von Polyphenylensulfid (PPS), das bisher für diesen Anwendungsbereich üblich ist.

Für ausgewählte Automobilanwendungen steht ein mit 25 Prozent Glasfasern verstärktes, flammgeschütztes, RoHS-konformes PBT der Ultradur-Reihe zur Verfügung. Es lässt sich hell einfärben, laserbeschriften und eignet sich mit seinen geringen Fogging-Werten nach dem Emissionstest VDA 278 für Anwendungen im Autoinnenraum ebenso wie für Gehäuse von Steuergeräten. Die Neuentwicklung verbindet Hydrolysebeständigkeit mit Flammschutz, hoher Kriechstromfestigkeit und geringer Rauchgasdichte. Dieses Eigenschaftsprofil zielt auch auf Elektrofahrzeuge ab, da hier deutlich höhere Ströme fließen als in Fahrzeugen mit konventionellem Antriebsstrang und die Sicherheitsanforderungen beträchtlich sind.

Fakuma: Halle B4, Stand 4306

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