Internationale Forschung in Dresden

Forschungsnetzwerk zu Karbonfasern in Dresden gegründet

Internationale Wissenschaftler haben Anfang Mai 2018 in Dresden das internationale Forschungsnetzwerk „Global Scientific Association of Advanced Carbon Fibres“ gegründet.

Lenkungskreis der Global Scientific Association of Advanced Carbon Fibres, (v.l.) Bon-Cheol Ku, Kanji Kajiwara, Costas Charitidis, Luke Henderson, Hubert Jäger und Satish Kumar. (Bild: TUD/ILK Thomas Kunz)

Dem Forschungsnetzwerk, das im Rahmen des „1st International Dresden Colloquium on Tailored Carbon Fibres" initiiert wurde, gehören Forscher aus Japan, Südkorea, Australien, den USA, Frankreich, Griechenland, Belgien und Deutschland an. Die organisatorische Leitung hat Prof. Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) an der TU Dresden übernommen. Mitglieder des Lenkungskreises sind Prof. Satish Kumar (Georgia Institute of Technology, USA), Prof. Costas Charitidis (NTU Athen, Griechenland), Prof. Willem van Vuure (KU Leuven, Belgien), Prof. Luke Henderson (Deakin University, Australien), Dr. Celia Mercader (CANOE Pessac, Frankreich), Prof. Bon-Cheol Ku (KIST Jeonbuk, Republik Korea) und Prof. Kanji Kajiwara (Shinshu University, Japan).

Die Wissenschaftler stellten neue Erkenntnisse der Spitzenforschung zu maßgeschneidertern Kohlenstofffasern vor und gaben einen Ausblick auf künftige Anwendungsgebiete. So werden Carbonfasern neben ihrer Funktion als Leichtbauwerkstoff auch als Energiespeicher einsetzbar sein und damit Durchbrüche im Bereich der Batterietechnik ermöglichen. Von größter Bedeutung im Feld zukünftiger Entwicklungen sind dabei die Verwendung neuer nachwachsender Rohstoffe, wie Lignin, aber auch Kosten-/Eigenschaftsoptimierungen alternativer Rohstoffe zu dem Erdölprodukt Polyacrylnitril (PAN). Auch dem Faserrecycling am Ende des Bauteillebens wird aus Verfügbarkeitsgründen eine mittelfristig hohe Bedeutung beigemessen. Schon heute forscht die TU Dresden an Methoden, Fasern und Matrix vollständig zu recyceln und sie einem zweiten Lebenszyklus zuzuführen.

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