Leichtbau für Medizintechnik

Lange Fasern für medizintechnische Strukturbauteile

Neue Möglichkeiten zur Substitution von Metallen und herkömmlicher Kurzfaserthermoplaste in medizinischen Strukturbauteilen soll eine Familie langglasfaserverstärkter Thermoplaste (LFT) bieten.

LFT-Compounds erzeugen im fertigen Spritzgießteil ein dreidimensional verwobenes Fasergerüst, das hohe Dimensionsstabilität erzeugt. © Solvay

Die LFT-Compounds von Solvay sollen vor allem erhöhte Schlagzähigkeit in Strukturanwendungen bieten. Typische Anwendungen sind Baugruppenträger, Getriebesysteme und andere Komponenten, die anspruchsvolle mechanische Eigenschaften und Belastbarkeit erfordern.

Die Xencor LFT-Compounds werden in einem speziellen Pultrusionsverfahren gefertigt und zeichnen sich laut Hersteller durch eine gerichtete Langglasfaserverstärkung aus, die für einen besseren Erhalt ihrer mechanischen Eigenschaften bei erhöhten Temperaturen sorgt. Hinzu komme eine geringe Kriechneigung, hohe Ermüdungsbeständigkeit und Oberflächenqualität. Je nach Polymer und Typ können die Compounds Faseranteile zwischen 30 und 60 Prozent enthalten.

Zu den Vorteilen gegenüber Metallen zählen Gewichtsersparnis, erweiterte Designfreiheit, überlegene Chemikalienbeständigkeit und effiziente Verarbeitbarkeit. Dies sei kürzlich bei der Entwicklung des ersten Vollkunststoff-E-Bikes von Stavjelo unter Beweis gestellt worden, dessen technische Anforderungen zum Teil auf medizinische Geräte übertragbar sind.

Das LFT-Portfolio umfasst Typen auf Basis teilkristalliner Polymersysteme wie Polyphenylensulfid (PPS), Polyphthalamid (PPA) und Polyarylamid (PARA).

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