Qualifikation Faserverbundwerkstoffe

Weiterbildung zum Composite Engineer

Nach 240 Stunden Weiterbildung und bestandenen Prüfungen erhielten die laut IFAM ersten „Composite Engineers“ ihre Zertifikate. Die modular aufgebaute Weiterbildung qualifiziere die Teilnehmer, den gesamten Lebenszyklus eines aus faserverstärkten Werkstoffen hergestellten Bauteils von der Produktentwicklung über die Fertigung bis zur Reparatur verantwortlich zu betreuen. Diese ganzheitliche Qualifizierung sei international einzigartig und komplettiere das Faserverbund-Weiterbildungsangebot des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen.

Bernd Mayer, Institutsleiter des Fraunhofer IFAM (2. Reihe, Mitte) hat den nach Institutsangaben weltweit ersten „Composite Engineers“ das begehrte Zertifikat überreicht. (Bild: IFAM)

Seit 2007 bietet das Fraunhofer IFAM in seinem Weiterbildungszentrum Faserverbundwerkstoffe Mitarbeitern aus Industrie und Handwerk überbetriebliche, personalzertifizierende Qualifizierungen im Bereich Faserverbundtechnologie an. Mit der Qualifizierung zum Composite Engineer können sich am IFAM nun Angehörige alle betrieblichen Hierarchieebenen – vom Werker über den Meister/Vorarbeiter bis zum Entscheider – im Faserverbundbereich weiterbilden. Am Ende des Kurses können die Teilnehmer den gesamten Produktlebenszyklus eines aus faserverstärkten Werkstoffen hergestellten Bauteils betreuen und den fachgerechten Einsatz der Technologie interdisziplinär bewerten.

Weiterbildung und Wissenstransfer mit Partnern
Um einen umfassenden und direkten Wissens- und Technologietransfer zu gewährleisten, werden innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft die Kompetenzen zum Thema Faserverbundwerkstoffe in der Fraunhofer-Allianz Leichtbau gebündelt. Gemeinsam mit der Allianz werden die Kurse konzipiert und durchgeführt. Teilnehmende dieses Lehrgangs haben so die Gewissheit, von Fachleuten aus der Forschung und Entwicklung in den verschiedenen Faserverbundwerkstoff relevanten Themengebieten immer aktuell und kompetent weitergebildet zu werden.

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Inhaltlich ist ein Schwerpunkt der Allianz die Erforschung und Entwicklung von Verfahren zur Realisierung und Beurteilung von Leichtbauelementen im Hinblick auf die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen. Denn mit zunehmendem Ausnutzungsgrad technischer Systeme besteht die Gefahr, dass die Bewertung der Einsatzeignung von Leichtbausystemen auf Basis konventioneller Methoden zu Fehlern führt. Insbesondere fehlende Kenntnisse für im Betrieb auftretende reale Einsatzbedingungen, Lasten usw. können materialspezifisch zu unzutreffenden Lastannahmen führen – und damit zum Versagen im Einsatz. Dies am Ende des Kurses beurteilen zu können, ist nur ein Beispiel aus dem Weiterbildungsangebot.

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