Schneiden im Leichtbau

Nibbler für Faserverbundwerkstoffe

Mit dem laut Entwickler Trumpf ersten für Faserverbundwerkstoffe konstruierten Nibbler stehen für diese und andere Werkstoffe neue Bearbeitungsoptionen zur Verfügung.

Der Nibbler für Faserverbundkunststoffe bietet freie Sicht auf die Arbeitsfläche und ermöglicht somit exakte Trennschnitte. © Trumpf

Bauteile aus Faserverbundwerkstoffe bis 2,5 Millimeter Materialdicke werden typischerweise mit Sägen, Fräser oder Schleifer getrennt. Damit sind jedoch kaum hohe Genauigkeiten und saubere Schnittkanten zu erzeugen. Zudem entstehen beim Einsatz dieser Werkzeuge Rauch und gefährliche Stäube. der Nibbler erzeuge so geringe Emissionen, dass in den meisten Fällen auf die persönliche Schutzausrüstung verzichtet werden könne.

Geschnitten werden können mit dem Trutool FCN 250 genannten Gerät carbon-, glasfaser- und aramidfaserverstärkte Duroplaste und Thermoplaste. Um dies zu ermöglichen, wurden unter anderem die Schneidgeometrie und Schneidwerkzeuge auf das neue Material hin angepasst. So sollen hohe Schnittkantenqualität erreicht und Delaminationen vermieden werden.

Das einfach zu bedienende Werkzeug erreicht eine Arbeitsgeschwindigkeit von 1,9 Meter pro Minute. Es bietet freie Sicht auf die Arbeitsfläche und ermöglicht somit an einem Anriss entlang exakte Trennschnitte auch in engen Radien. Zudem lässt sich der Werkzeugträger der Maschine um 360 Grad drehen, was das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen erleichtert.

Dank einer speziellen Beschichtung der Schneidwerkzeuge sollen hohe Standzeiten erreicht werden. Laut Unternehmen sind rund 300 Meter Schneidlänge in GfK oder CfK mit zwei Millimeter Materialdicke möglich, ehe die Matrize getauscht werden muss. Für den Stempel veranschlagt der Hersteller etwa 150 Meter Schneidleistung. Bei dünnerem Material erhöht sich die Standzeit. Daher seien die Kosten pro Meter im Vergleich zu anderen Trennverfahren um bis zu 50 Prozent niedriger. Ist ein Stempelwechsel nötig, funktioniert das einfach und ohne Hilfsmittel. Ähnlich wie bei Dünnblech-Nibblern lasse sich der Stempel bei dem Faserverbundwerkstoff-Nibblern innerhalb weniger Sekunden tauschen.

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Erfahrungen mit Nibblern im Blech-Einsatz haben zudem gezeigt, dass Anwender mit diesen Werkzeugen lange und ermüdungsfrei arbeiten können. Vor allem der kompakte und ergonomische Aufbau sowie das Arbeiten ohne Vorschubkraft seien dafür entscheidend. Außerdem haben die Entwickler die Gewichtsverteilung zwischen Getriebekopf und Motor so gestaltet, dass das Werkzeug bestmöglich in der Hand liegt.

Fakuma: Halle A4, Stand 4211

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