Kunststoffe im Automobil

PP-Carbon-Compound statt PA6 GF

Werkstoffsubstitution heißt nicht zwingend Metall mit Lösungen aus Kunststoff zu ersetzen. Auch Kunststoff gegen Kunststoff verspricht Innovationspotential.

PP mit einer Verstärkung aus Sekundär-Kohlestofffasern ist der Werkstoffe des Scharnierarms. (Bild: Wipag)

Auf dem Kongress Kunststoffe im Automobilbau will Audi einen mit einem Sekundärfaser-Compound entwickelten Tankdeckel-Scharnierarm vorstellen. Das eingesetzte Polypropylen-Compound (PP CF) dient als Ersatz eines Glasfaser-verstärkten Polyamids (PA6 GF) und steht auch unter dem Aspekt Leichtbau.

Bei Herstellung der duroplastischen Carbonbauteile des Lamborghini Huracán und des Audi R8 fallen Carbonfaser-Zuschnitte an. Diese Zuschnitte compoundiert Wipag zu spritzgießfähigem PP CF. Aus diesem Material entwickelte Audi den Tankdeckel-Scharnierarm, der nach Unternehmensangaben das aktuelle Serienbauteil aus PA6 GF50 in verschiedenen Eigenschaften übertrifft.

Das neu entwickelte Bauteil biete einen Steifigkeitsvorteil von 15 bis 20 Prozent. Durch den vergleichsweise geringeren Faseranteil und das Ersetzen von PA durch PP werde darüber hinaus ein Dichtevorteil von über 33 Prozent erreicht. Auch Wasseraufnahme spielt bei PP im Vergleich zu PA keine Rolle. Außerdem wird eine geringere Längenausdehnung erzielt.

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