WPC bürsten

Meinolf Droege,

Günstige Strukturen schaffen

Industriell gefertigter Bauelemente aus Wood Polymer Composites (WPC) liegen im Trend. Vor allem im Garten, als Konstruktionsmaterial und Belag von Terrassen und für Zäune, kommen die extrudierten Profile zum Einsatz. Die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen entstehen bei der Behandlung mit bedarfsgerecht ausgelegten Walzen- und Rundbürsten.

Neben der Wahl von Trägerelement und Besatz sind bei der Konfiguration angetriebener Walzen- und Rundbürsten für das WPC-Finishing weitere Aspekte und Verarbeitungsparameter relevant. © Kullen-Koti

Die mechanische Oberflächenbearbeitung moderner Verbundwerkstoffe stellt mitunter sehr spezielle Anforderungen an die dafür eingesetzten Werkzeuge. Das gilt auch für das Finishing der Oberflächen von Halbzeugen aus Wood Polymer Composites (WPC). Bevor sie sich allerdings zu Bodendielen, Möbelstücken oder Fassadenverkleidungen weiterarbeiten lassen, müssen sie oberflächentechnisch bearbeitet werden. Verfahrensbedingt haben sie nach der Extrusion eine sehr glatte und geschlossene Oberfläche, die zudem oft einen unerwünschten Glanzeffekt aufweist. In vielen Fällen steht das einer problemlosen Weiterverarbeitung im Wege oder ist gänzlich unerwünscht. Sollen aus den WPC-Elementen beispielsweise trittsichere Terrassen- oder Balkondielen entstehen, ist das Reduzieren der Rutschgefahr durch Aufrauen der Oberfläche erforderlich. In anderen Fällen geht es um das Einstellen spezieller optischer Effekte durch gezieltes Mattieren oder Strukturieren. In allen Fällen kommen anwendungsspezifisch ausgelegte Bürstensysteme, wie sie Kullen-Koti für die Anlagenbauer und Verarbeiter im WPC-Bereich entwickelt und fertigt, zum Einsatz.

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Typisch für diese Anwendungen ist das Verwenden spezieller Feindrähte als Besatzmaterial. Je nach gewünschtem Ergebnis können die Anlagenbauer und Anwender aus mehr als 600 Drahtsorten verschiedener Härten aus Stahl und NE-Metallen wählen. In der Praxis sind es derzeit vorrangig Drähte mit Durchmessern zwischen 0,3 und 0,8 Millimeter, die für die Strukturierung der noch warmen Profile aus den Extrusionslinien eingesetzt werden. Da sich für jede Aufgaben des WPC-Oberflächen-Finishings meist rasch die geeignete Walzen- oder Rundbürste mit dem passenden Besatz zusammenstellen lässt, erweisen sich die Bürstensysteme vielfach als überaus effizientes und wirtschaftliches Bearbeitungswerkzeug.

Über die Wahl des Trägerelements und des Besatzes hinaus sind bei der Konfiguration und Auslegung der angetriebenen Walzen- und Rundbürsten für das WPC-Finishing weiterer Aspekte zu beachten. Zu den relevanten Faktoren gehören hier beispielsweise die während der Bearbeitung auftretenden Umfangsgeschwindigkeiten des Bürstensystems oder die geforderte Vorschubgeschwindigkeit. Auch die Eindringtiefe des Bürstenbesatzes und das vom Anlagenbetreiber bevorzugte Zustellverfahren innerhalb der voll- oder halbautomatisierten Prozesse spielen eine maßgebende Rolle auf dem Weg zur idealen Bürstenlösung.Bei der kundenspezifischen Konfiguration und Entwicklung von Bürstensystemen für die Holz- und Kunststofftechnik gehört das Berücksichtigen dieser und vieler weiterer Bearbeitungs- und Produktionsparameter zur täglichen Routine der Techniker von Kullen-Koti.

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