Reifenmessungen

Wie dick ist die Schicht im Inneren?

Eine neu entwickelte Hand-Messsonde kann laut Anbieter die Dicke der inneren Gummischicht am Autoreifen einfach und präzise ermitteln und anzeigen – von außen und ohne Zerstörung des Reifens.

Ein wichtiges Merkmal für die Sicherheit und Haltbarkeit von Autoreifen ist die Gummidicke von der Oberfläche bis zum Stahlgewebe. Von besonderem Interesse sind dabei die Dicke der inneren Schicht an Flanken und Innenseite der Lauffläche. Bei herkömmlichen Verfahren wird die Gummidicke über dem Stahlgeflecht im Innern des Reifens aufwendig stichprobenartig bestimmt. Dies geschieht entweder zerstörend, also durch Abtrennen und Ausmessen der Gummiüberdeckung, durch Messungen an Querschnitten oder in vergleichsweise teuren Röntgenfluoreszenz-Messungen.

Eine preiswertere und zerstörungsfreie Messmethode für Reihenmessungen ist das magnet-induktive Verfahren, mit dem die Schichtdickenmessgeräte von Phynix arbeiten. In Zusammenarbeit mit dem koreanischen Reifenhersteller Kumho wurde nun eine spezielle Hand-Messsonde für die Gummidickenmessung entwickelt und zur Marktreife gebracht. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben damit der einzige Gerätehersteller, der für diese Aufgabenstellung eine solche Lösung anbieten kann. Nach umfangreichen Analysen und Messreihen an unterschiedlichsten Reifentypen habe man eine robuste Messsonde hergestellt, die für Dickenmessungen über einlagigem und über mehrlagigem Stahlgeflecht geeignet sei und zuverlässige Ergebnisse liefere.

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Nach einem einfachen Kalibriervorgang an einem Referenzreifen desselben Typs können Reihenmessungen durchgeführt werden. Die Messsonde ist mit einem Kabel mit dem Messgerät verbunden und erfasst den Abstand zwischen Reifenoberfläche und Stahlgeflecht. Sofort nach dem Aufsetzen der Sonde auf den Reifen werde die Gummidicke auf Zehntelmillimeter genau im Display des Messgeräts angezeigt.

Das beschriebene Messsystem besteht neben der speziellen Handsonde aus dem schon bekannten Schichtdicken-Messgerät Surfix, das für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen mit einer zusätzlichen Gummischutzhülle ausgestattet ist. Es erlaubt Messungen bis 6,5 Millimeter Gummidicke bei einer Ablesetoleranz von 0,1 Millimeter. Das Gerät speichert die Messwerte, sie lassen sich auf einem portablen Drucker ausgeben oder auf einen PC übertragen und dort auswerten. Auch die Kalibrierwerte können gespeichert und später, etwa nach Wechsel des Reifentyps, wieder aktiviert werden, ohne dass der Kalibriervorgang wiederholt werden muss.

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