Röntgentomografie

Meinolf Droege,

Schnelle Alternative zur konventionellen 3D-Messung

Computertomografie ist eine Alterative zu konventionellen 3D-Messtechnologien. Speziell für Einsätze in der Produktion und zur Prüfung hoher Stückzahlen soll eine neue Variante eine kostengünstige und bedienerfreundliche Alternative dienen.

Fertigungsnahe Messungen von Kunststoffteilen sind auch komfortabler möglich. © Werth Messtechnik

Schon 2005 beim ersten speziell für die Koordinatenmesstechnik entwickelten Gerät mit Röntgen-Computertomografie, dem Werth TomoScope 200, sei es Ziel gewesen, diese Technik möglichst vielen Anwendern zu attraktiven Preisen zur Verfügung zu stellen. In den nachfolgenden Jahren ging der Trend jedoch in Richtung leistungsstärkerer Geräte, die das Messen größerer Werkstücke aus dichteren Materialien erlaubten. Es folgten die Typen XS mit der Technik der Großen im Format der Kleinen. Schließlich wurde mit Einführung des XS Plus unter anderem das Messvolumen verdoppelt. Nun steht laut Anbieter mit dem TomoScope XS FOV (Field Of View) Röntgentomografie zum Preis konventioneller 3D-Koordinatenmessgeräte zur Verfügung.

Die neuen Geräte bieten, je nach wählbarer Anbaurichtung des Detektors, einen Messbereich mit 120 Millimeter Durchmesser oder Höhe. Die Messungen finden im Sehfeld des Detektors statt. Der optionale 6-Megapixel-Detektor ermögliche eine sehr hohe Auflösung. Die Messung im On-the-fly-Modus und die Echtzeitrekonstruktion des digitalen Werkstückvolumens während der Messung sorgen für schnelle Messergebnisse.

Der Messvorgang ist vollständig automatisiert, sinnvolle Parameter sind teilweise bereits werksseitig festgelegt. Der Bediener positioniert die Werkstücke auf dem Drehtisch und startet die Messung. Falls gewünscht, kann der Bediener Messparameter wie Spannung oder Vorfilter vom Bediener wählen.

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Das System zielt auf fertigungsbegleitende Messungen von Kunststoffwerkstücken, die in großen Stückzahlen hergestellt werden, beispielsweise in der Verpackungsindustrie, wie Joghurtbecher, Flaschendeckel, Dübel oder Kunststoffgehäuse von Inhalatoren. Mehrere kleine Werkstücke, wie Deckel oder Kunststoffzahnräder, können mit Hilfe geeigneter Aufnahmevorrichtungen gemeinsam gemessen werden. Bei der Auswertung trennt die Softwarefunktion Werkstückseparation die Messdaten automatisch. Die Visualisierung der Ergebnisse geschieht in der Software WinWerth 3D-Grafik. Im Messprotokoll ist eine farbcodierte Darstellung von Gutteilen und Ausschuss integriert, die besonders bei Inline- und Atline-Messungen eine schnelle Übersicht ermöglicht.

Dank der neuen wartungsfreien Monoblockröhre mit 130 Kilovolt Spannung und 100 Watt Leistung – die 24 Monaten Gewährleistung ohne Schichtbegrenzung geliefert wird – ist das Gerät hochverfügbar. Die kompakte Bauweise nach dem Vollschutz-Prinzip ermöglicht den Einsatz nahezu überall im Unternehmen. Eine normkonforme Spezifikation in Anlehnung an VDI/VDE 2617 ist gegeben. Das Werth-Kalibrierlabor wurde für die DAkkS-Kalibrierung der Koordinatenmessgeräte mit Röntgentomografie-Sensorik nach VDI/VDE 2617 Blatt 13 akkreditiert.

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