Ausschuss vermeiden

Meinolf Droege,

Optisch reine Kunststoffe garantieren

Der Wunsch nach hochreinen Rohstoffen für die Produktion anspruchsvoller Kunststoffteile in sensiblen Einsatzbereichen verlangt eine systematische und detaillierte Prüfung der Granulate. Um das mit vertretbarem Aufwand zu bewältigen, wurde eine Technologie entwickelt, die bis zu 4 Tonnen Kunststoffgranulate pro Stunde lückenlos prüfen soll – und dabei auch entstauben, auf metallische Partikel prüfen und größenmäßig fraktionieren.

Vor allem bei transparenten Materialien können schon einzelne Einschlüsse wie Specs zu Ausschuss führen. Hier die aus einer Charge aussortierten verunreinigten Granulatanteile. © Separation

Beispielsweise Bauteile in optischen Systemen, aber auch in vielerlei anderen Anwendungen stellen hohe Anforderungen an die Qualität der eingesetzten Granulate. Schon wenige oder ein verschmutztes Korn kann zu Ausschuss führen. Es also wünschenswert, das Material möglich vollständig, das heißt Granulatkorn für Granulatkorn zu prüfen.

Das soll eine Bildverarbeitungstechnologie leisten, die es laut Entwickler ermöglicht, Kunststoffgranulate mit der Auflösung 25 x 25 Mikrometer lückenlos und großtechnisch zu sortieren. Das verspricht Erkennungsgenauigkeiten, wie sie sonst nur mit modernen Laborprüfgeräten möglich sind. Dabei werden die fehlerhaften Körner aussortiert – bei einer maximalen Durchsatzleistung von 4 Tonnen pro Stunde. Gleichzeitig können die Granulate gesiebt, entstaubt und entmetallisiert werden. Für besonders empfindliche und hygienisch sensible Produkte bieten die Anlagen im Inneren eine Klimatisierung der Umgebungsluft.

Blick ins Innere der Anlage – bei Bedarf lässt sich Arbeitsraum klimatisieren. © Separation

Das Ergebnis wird für jeden Auftrag detailliert in Form eines Leistungsberichts dokumentiert. Mit Hilfe eines Analysesystems werden dem Kunden neben der genauen Anzahl aller entfernten optischen Fehler auf Wunsch auch die fehlerhaften Teile zur Verfügung gestellt.

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Auf Basis dieser Technologie lassen sich zudem Prognosen für eine weitere Reinigung erstellen. Diese präzisen Vorhersagen, basieren auf einer besonderen Musterentnahme Technologie, die es ermöglicht ein statistisch repräsentatives Muster der gesamten Charge zu erstellen, an dem ein Vorversuch durchgeführt wird.

Auf Wunsch werden fehlerhafte Bestandteile der Charge an den Kunden ausgehändigt. © Separation

Ergänzend kann die Separation Group auch hochgenau Analysen ihrer sortierten Waren durchführen, die nach eigenen Aussagen genauer sind als die meisten automatisierten Laborprüfverfahren.

Für Hersteller als auch Verarbeiter sollte somit die optische Reinheit ihrer eingesetzten Kunststoffe und der damit verbundene wirtschaftliche Erfolg, keine Frage des Glücks mehr sein. Und damit auch jeder dies sofort erkennen kann, versiegelt das Unternehmen auf Wunsch die gereinigten und geprüften Produkte mit einem speziellen Prüfsiegel.

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