Biobasierte Werkstoffe

Katja Preydel,

Biotoy: Erfolgreiches Debut zeigt Perspektiven der Entwicklung

Spielzeug aus pflanzlich basierten Kunststoffen anstelle von Erdöl - Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette informierten sich auf der internationalen Biotoy Konferenz am 27. und 28. März 2019 in Nürnberg über biobasierte Werkstoffe.

Spielwaren aus Biokunststoffen © Michael Thielen

Die Veranstaltung, die vom Bioplastics Magazin in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Narocon organisiert wurde, zog 90 Unternehmensvertreter an, darunter Markenartikler wie Habermaaß, Mattel, Playmobil oder Zapf Creation. Auf Seiten der Biokunststoffindustrie waren unter anderem DuPont, Hexpol, Neste und Total-Corbion, sowie Compounder wie Tecnaro und FKUR als Redner oder Aussteller beteiligt.

Das Themenspektrum deckte technische und ökologische Fragen, sowie  Markterfahrungen ab. Nahezu einig waren sich die Teilnehmer darin, dass ein großes Entwicklungspotenzial besteht.

Harald Käb (Ideengeber) und Michael Thielen (Organisation) der Biotoy Conference © Michael Thielen

"Die Bio-Pioniere der Branche sind Vorbilder", erläutert Michael Thielen, Herausgeber des Bioplastics Magazins, "Sie haben attraktive Werkstoffe, gute Produkte - und überzeugende Ideen". Obwohl die Vermarktung von Spielzeug aus pflanzenbasierten Kunststoffen noch am Anfang steht, attestieren Fachleute ein großes Potenzial. "Wir müssen eine nachhaltige Zukunft gestalten, und dazu gehören diese innovativen Kunststoffalternativen", erklärte Uwe Stützle von Ravensburger als Sprecher des Fachausschusses für Technik und Umwelt des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie DVSI.

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Lego hat sich ganz diesem Wandel verschrieben, unterstrich Nelleke van der Puil, Vice Presidents Material in ihrem Vortrag. Das Unternehmen setzt bereits biobasiertes PE aus Zuckerrohr ein. Dessen Lieferant, Braskem, hat die Spielzeugindustrie als Zielgruppe schon entdeckt. "Wir erfahren bereits eine starke Nachfrage", meinte Aussteller und Redner Patrick Zimmermann von FKUR, die unter anderem biobasiertes PE von Braskem, 30% biobasiertes PET oder eigene maßgeschneiderte Bio-Compounds anbieten.

Auf der Konferenz berichteten auch Bioseries über PLA-basiertes Babyspielzeug und Zoe B Organic über bioabbaubares Strandspielzeug. Beide frauengeführte Unternehmen gehören zu den echten Pionieren der Entwicklung. Zu den Höhepunkten des Branchentreffens gehörten auch Interviews, die vor einer eigens konstruierten Bausteinwand des österreichischen Startups BioBlo im Sportschaustil geführt wurden. "Ohne Spiel und Spaß keine Spielzeugkonferenz - mag das Thema angesichts der globalen Plastikdiskussion und des Klimawandels auch noch so ernst sein", so Harald Käb von Narocon, dem Ideengeber.

Ulrich Brobeil, Geschäftsführer des DVSI, erklärt zur Zusammenarbeit und darüber hinaus: „Wir waren gerne Partner und haben viel gelernt. Das Feld ist komplex. Für den Verband und seine Mitgliedsunternehmen gilt es daher immer in Bewegung zu sein und Strecke zu machen. Dabei hat der DVSI die politische Situation, den sensibilisierten Endverbraucher und die Herausforderung für die Unternehmen, auch in den Bereichen nachhaltige Verpackungen, Verpackungsreduzierung und Recycling fest im Blick.“ 

Die Veranstalter planen nach dem positiven Feedback eine Folgeveranstaltung.  

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