Biokunststoffe

Produktionskapazitäten für Biokunststoffe steigen rasant

Laut einer Marktdatenauswertung von European Bioplastics sollen die weltweiten Produktionskapazitäten für Biokunststoffe (biobasiert und/oder biologisch abbaubar) in den kommenden vier Jahren um insgesamt mehr als 300 Prozent von etwa 1,67 Millionen Tonnen auf 6,7 Millionen Tonnen wachsen. Die Daten wurden laut Verband in Zusammenarbeit mit dem IfBB – Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover und dem Nova-Institut erhoben.

Geschätzte Produktionskapazitäten für Bio-Kunststoffe.

Biobasierte, nicht-biologisch abbaubare Kunststoffe, wie biobasiertes PE und PET, versprechen das größte Wachstum. Bei biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffe ist PLA ein wichtiger Wachstumsträger. Darüber hinaus werde die neue EU-Richtlinie zur Reduzierung von Kunststofftüten die lokale Produktion von biobasierten und kompostierbaren Kunststoffen stärken.

Verpackungen bleiben das führende Anwendungsgebiet für Biokunststoffe. Zudem werden Textil- und Automobilanwendungen als überproportional wachsend eingeschätzt. Von funktionaler Sportbekleidung bis zu Kraftstoffleitungen – Biokunststoffe seien in zahlreichen Märkten präsent.

Die meisten Projekte werden laut Studie in Thailand, Indien und China umgesetzt. Bis 2018 werden demnach rund 75 Prozent aller Biokunststoffe in Asien hergestellt. Europa nehme zwar eine führende Rolle in Forschung und Entwicklung ein, stelle jedoch lediglich 8 Prozent der Produktionskapazitäten. Regionen wie die USA und Asien investieren zudem in marktnahe Unterstützungsmaßnahmen, was eine schnellere Markterschließung zur Folge habe.

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