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Artikel und Hintergründe zum Thema

Grüne Werkstoffe

Biokunststoff für den Möbelbau

Ein neuer „grüner Kunststoff“ soll mit holzähnlichen Eigenschaften speziell im Möbelbau neue Einsatzmöglichkeiten und Anwendungen eschließen.

Höhenverstellbare Möbelfüße aus WPC. (Bild: Jelu)

Mit dem als Biokunststoff angebotenen Jeluplast komme der Anwender in Aussehen, Haptik und Geruch dem Holz recht nahe. Dabei erreiche der Kunststoff höhere Steifigkeit und Biegefestigkeit als Holz und sei frei formbar. Das eröffnet kreative Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten für Designer und die Möbelindustrie.

Dank der Eigenschaften sei der Werkstoff für den Außenbereich und Innenräume geeignet. Freiheit von Formaldehyd, Chlor, Phenol, Weichmachern und PVC wird zugesagt. Im Spritzguss könne das Material beispielsweise zu hochwertigen Sitzschalen verarbeitet werden, zu dekorativen Elementen oder zu Stellfüßen für Regale und Schränke. In der Presstechnik entstehen stabilen Platten, beispielsweise für den Unterbau von Polstermöbeln, für Regale, Bretter, Seiten- und Rückwände sowie für Schranktüren. Die Bauteile können geklebt, verschraubt, gefärbt, lackiert und verschweißt werden.

Aufgrund seiner Feuchteresistenz sind Möbel aus Jeluplast laut Anbieter auch für Feuchträume geeignet, beispielsweise Bäder, Küchen und Saunen. Die Wetterbeständigkeit mache das Material auch attraktiv für den Außenbereich. Er sei geeignet für Gartenmöbel, Außengeländer, Zäune, Fassadenverkleidungen und Terrassendielen.

Die Basis bilden, je nach angepeiltem Verwendungszweck verschiedene Thermoplaste und Naturfasern mit wählbaren Anteilen zwischen 50 und 70 Prozent. Je nach Art des Kunststoffs der Werkstoffverbund bis zu 100 Prozent aus nachhaltigen Materialien. Die Eigenschaften des verwendeten Kunststoffs entscheiden darüber, ob das Endprodukt dauerhaft beständig ist oder biologisch abbaubar. Durch Additive lassen sich die Eigenschaften weiter anpassen: Flammschutzmittel können ebenso zugesetzt werden wie Additive, die das Material noch feuchteresistenter machen.

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Angeboten werden die Bioverbundwerkstoffe auf Basis von Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), thermoplastischer Stärke (TPS), Polylactiden (PLA) und anderen Kunststoffen. Als Faserstoffe sind Holz- und Cellulosefasern einsetzbar. Der Biokunststoff biete konstante Laufeigenschaften auf der Maschine, so dass eine höhere Leistung möglich ist. Anwendbar seien die Verarbeitungstechniken Spritzgießen, Extrusion, Pressen Blasformen und Schäumen.

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