Verbundwerkstoffe

Annina Schopen,

Nachhaltiger Deal für Terrassendielen

Das Unternehmen Fiberon Decking stellt Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen her. Dafür werden Kunststoffabfälle aus Polypropylen (PP) verwendet, die mit Holzfasern – ebenfalls aus Reststoffquellen, kombiniert werden. Dazu betreibt das Unternehmen mehrere Weima-Einwellen-Zerkleinerer.

Fiberon-WPC-Composite-Terrassendielen. © Weima

In Nordamerika wurden Reststoffe aus Kunststoff über Jahrzehnte hinweg in großen Mengen exportiert. Inzwischen nimmt das Thema Recycling aber Fahrt auf. Längst hat man verstanden, dass Wiederverwertung mehr bedeutet, als nur Abfalleimer am Straßenrand zu platzieren. Man weiß, dass Ressourcen endlich und teuer sind und der stetig wachsende industrielle Bedarf zunehmend abhängiger von möglichst sortenreinen Abfallströmen wird.

Unternehmen, die ihre Produkte aus Recyclingmaterial herstellen wollen, können wiederverwertbare Stoffe von kommunalen Sammelzentren beziehen – sofern ausreichend vorhanden. Eine weitere Quelle stellen industrielle Produktionsabfälle dar. Sie ergänzen beziehungsweise ersetzen bei hohen Mengen die Reststoffe aus dem Post-Consumer-Bereich.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass in den USA immer noch riesige Mengen an Abfällen auf Deponien landen. Es gibt immer noch zu viele Einwegverpackungen, zu viel Einweggeschirr. Und keine ausgeprägte Infrastruktur für Wiederverwertung. Oftmals fehlt es Firmen jedoch auch an Wissen, wie man eigene Produktionsabfälle besser nutzbar macht.

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Weima-Einwellen-Zerkleinerer shreddern Plastikabfälle. © Weima

Doch statt Plastik als linearen Rohstoff zu begreifen, den man möglichst schnell entsorgen muss, sollte man ihn innerhalb eines Kreislaufs begreifen. In New London, unweit der Metropole Charlotte in North Carolina, stellt Fiberon Decking Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen her. Dafür verwendet das Unternehmen Kunststoffabfälle aus Polypropylen (PP) und kombiniert diese mit Holzfasern – ebenfalls aus Reststoffquellen. Das Ergebnis sei ein robustes Produkt, das nicht nur heute gut aussehe, sondern auch noch in Jahrzehnten seine Eigenschaften behalte. Eine regelmäßige Pflege, wie man es sonst von Holzterrassen kennt, entfalle durch diese Technologie.

„Wir vermischen recyceltes Holz und recycelte Polymere zu einem Produkt, welches ein Leben lang hält. Unsere Herstellungsprozesse benötigen zwar große Mengen Wasser. Durch ein ausgeklügeltes Kreislaufsystem können wir aber den Großteil filtern, säubern und erneut nutzen. Es geht uns hierbei nicht nur um die Kosten, sondern vor allem darum, die Umwelt nachhaltig zu schützen“, erläutert Mike Huskey, VP of Operations bei Fiberon Decking.

Verarbeitet werden Post-Consumer- und Post-Industrial-Abfälle. © Weima

Um die gewünschten Mengen an Verbundstoffen auch produzieren zu können, betreibt Fiberon gleich mehrere Recyclinglinien in ihren Fertigungshallen. Täglich shreddern mittlerweile fünf Weima-Einwellen-Zerkleinerer diverse Arten von Kunststoffabfällen auf eine homogene Flakegröße. Das zerkleinerte Material dient schließlich als Grundlage für alle weiteren Prozessschritte, allen voran die Extrusion.

„Fiberon ist das beste Beispiel dafür, dass man große Gewinne mit Abfall erzielen kann, der sonst ungenutzt bliebe“, so Audrey Brewer, North American Marketing Manager bei Weima America.

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