Zirkuläre Lösung für Kaffeekapseln

Annina Schopen,

Dolce Gusto aus Rezyklat-Kapseln

Lyondell Basell und Greiner Packaging haben Kaffeekapseln aus Post-Consumer-Recyclingmaterialien entwickelt. Nestlé verwendet sie für Nescafé Dolce Gusto.

Greiner und Lyondell Basell präsentieren eine zirkuläre Lösung für Kaffeeekapseln aus Polymeren, die mittels fortschrittlichem Recyclingprozess gewonnen werden. © Greiner

Lyondell Basell entwickelt Polymere auf Basis von Post-Consumer-Recyclingmaterialien (PCR), die mithilfe von Greiner Packaging in der Fertigung von Kaffeekapseln für Nescafé Dolce Gusto von Nestlé zum Einsatz kommen. Unter dem Markennamen Circulen Revive werden diese Polymere in einem hochentwickelten Recyclingprozess hergestellt. Dabei wird zunächst Kunststoffabfall in Rohstoff umgewandelt, um daraus anschließend neue Polymere mit den gleichen Eigenschaften wie Neumaterial herzustellen. Die Kollaboration zwischen Greiner und Nestlé zielt darauf ab, die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu fördern.

„Es freut uns außerordentlich, unseren Kunden Greiner Packaging – und in weiterer Folge Nestlé – mit einer zirkulären Lösung aus unserer kürzlich eingeführten Circulen-Produktfamilie unterstützen zu dürfen“, betont Richard Roudeix, Senior Vice President Olefine und Polyolefins für Europa, den Mittleren Osten, Afrika und Indien bei Lyondell Basell.

Zwei Millionen Tonnen wiederverwertete Polymere

„Circulen-Revive-Polymere helfen dabei, die Herausforderung von schwer zu recycelnden Kunststoffen in großem Maßstab anzugehen“, so Roudeix weiter. „Die fortschrittliche Recyclingtechnologie kann gebrauchte Mischkunststoffe verwerten, die für eine mechanische Wiederverwertung ungeeignet sind. Dadurch können größere Mengen an Kunststoffabfall in die Wertschöpfungskette zurückgeführt werden, die andernfalls für die Energierückgewinnung oder die Deponierung bestimmt wären. Gleichzeitig besitzen diese Polymere die gleichen Eigenschaften und dieselbe hohe Qualität wie Material aus fossilen Rohstoffen. Letztendlich beabsichtigt Lyondell Basell, bis 2030 jährlich zwei Millionen Tonnen wiederverwertete Polymere auf der Basis erneuerbarer Rohstoffe zu produzieren und auf den Markt zu bringen.“

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„Wir sind sehr glücklich darüber, dieses zukunftsweisende Projekt zu realisieren. Unser Ziel ist es, so viel recyceltes Material wie möglich für unsere Verpackungen zu verwenden. Daher sind wir überzeugt, dass wir alle Möglichkeiten ausschöpfen müssen, um dieses Ziel zu erreichen und unsere Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns, Teil dieses Projekts zu sein, das einmal mehr die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstreicht. Mit Kooperationen wie dieser sind wir zuversichtlich, schon in naher Zukunft als Industrie gemeinsam eine Kreislaufwirtschaft realisieren zu können“, so Manfred Stanek, CEO von Greiner Packaging.

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